Infernal Hate – Upset | 2009 | Thor’s Hammer Productions | Kassette | Black Metal

Neben „Suicidal Thoughts Pt. 1“ von Lupus Nocturnus hat Thor’s Hammer Productions mit Upset das Debütalbum einer weiteren mexikanischen Gruppe auf Kassette veröffentlicht. Zwar lässt sich der Stil von Infernal Hate grob ebenfalls als Depressive Black Metal beschreiben, aber eben auch nur grob. Anders als bei den Landsmännern von Lupus Nocturnus steht bei Infernal Hate variables Tempo im Vordergrund. Zudem sind die einzelnen Lieder bedeutend kürzer.

Mit dem ersten Lied Reborn to Die bekommt man umgehend die Vielfältigkeit von Upset vorgestellt. Es ist ein langes und überwiegend schleppend gehaltenes Stück, in dem ein irrsinniger Kreischgesang sowie langsame und dunkle Riffs das Geschehen dominieren. Manch ein Riff von Reborn to Die erinnert an Burzums „Hviss Lyset Tar Oss“. Der Gesang aber, der extrem verzerrt ist und sich bisweilen ins Groteske steigert, geht jedoch mehr in Richtung Todesstoß. In den nachfolgenden Liedern sind dann auch verschiedene Tempi zu hören, die von schleppend über mittelschnell bis zur peitschenden Raserei reichen. Infernal Hate versteift sich dabei allerdings nie allzu lange auf ein Tempo. Auch innerhalb der einzelnen Stücke sind zahlreiche Wechsel zu verzeichnen, was das Ganze ziemlich abwechslungsreich gestaltet, zumal es auch vereinzelt atmosphärische Momente gibt, in denen etwa klare Gitarren zum Einsatz kommen. Der Hauptanteil der Musik liegt allerdings im verstörenden Black Metal, der immer wieder durch den radikalen Kreischgesang sehr eindringliche, heftige und auch hasserfüllte Momente erfährt. Bis auf das Land gibt es also keine wirklichen Ähnlichkeiten zu Lupus Nocturnus. Und da Upset weder langatmig noch monoton ist, gefällt es mir auch ungleich besser als „Suicidal Thoughts Pt. 1“.

Upset ist zusammengefasst ein gelungenes Debütalbum, auf dem sich schnelle und langsame Passagen die Klinke in die Hand geben. So oder so ist es extremer und roher Black Metal, dem düstere Riffs und Melodien beiwohnen und der nicht zuletzt auch vom heftigen Kreischgesang lebt.

7,5/10
Aceust

01. Reborn to die
02. Black Metal hordes
03. Dead once again
04. War
05. Upset
06. Hellstorm
07. It is darkness
08. Subhuman

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