Impending Doom – Apocalypse III. – The Manifested Purgatorium | 2001 | Cudgel Agency | CD | Black/Death/Thrash

Into empty spheres ist die Debütveröffentlichung von Impavida. Gespielt wird düsterer Black Metal mit einigen bizarren und obskuren Anleihen die der ohnehin dunklen und schweren Atmosphäre noch einen zusätzlichen unheilvollen und befremdlichen, vielleicht gar menschenverachtenden Anstrich verleihen.

Dies wird bereits im Intro angedeutet, in dem neben ruhigen aber düsteren Klängen und Geräuschen auch menschliche Laute zu hören sind, die alles andere als lebensfroh und von Glück gezeichnet sind. Das Intro geht dann auch fließend in Skies darker than thine über, welches mit seichten Dark Ambient-Klängen und einer bizarr verfremdeten und stammelnden Menschenstimme beginnt. Nachdem diese verstummt ist, setzen die Gitarren und das Schlagzeug rau und dumpf ein, die sphärischen Ambientklänge sind aber auch weiterhin ruhig und stimmungsvoll im Hintergrund stehend zu hören. Der Gesang von Impavida ist zwar stark verzerrt, doch wird er eher ruhig und bedächtlich vorgetragen als impulsiv und klagend geschrien, was mir gut gefällt und was gut zum ruhigen und gleichmäßigen Spielfluss passt. Die Melodieführung in Skies darker than thine ist gleichfalls sehr unauffällig, erst kurz vorm Ende gibt es eine ruhige zwar, aber melodisch und harmonisch dennoch eindringliche Passage.

Im Titelstück Into empty spheres sind im Hintergrund ebenfalls sehr ruhige und sphärische Ambientklänge zu hören, die gut mit der extrem langsamen Spielweise, den zum Teil sehr düsteren und beklemmenden Riffs und dem, nun mehr geschrienen, Gesang harmonieren. Im Mittelteil wird das Tempo phasenweise kurz erhöht, doch fällt dies leider kaum auf, da das Schlagzeug zu leise ist. Während der langsamen Abschnitten stört dies nicht, doch während der schnelleren Parts, die einen mechanisch hämmernden Eindruck vermitteln sollen, ist das extrem leise Schlagzeug ein Manko.

Into empty spheres ist ein sehr anständiges Demo welches das Potential von Impavida aufzeigt. Vor allem das obskur und bizarr anmutende Skies darker than thine weiß zu gefallen und macht Lust auf mehr. Es ist zwar nicht gerade neu, Ambientklänge, verfremdete Stimmenfetzen und melancholisch rohen Black Metal miteinander zu vereinen, doch die Art und Weise, wie es Impavida hier getan hat, ist sehr überzeugend und ansprechend. Die Aufmachung der Kassette ist ebenfalls gelungen, sodass man hier für sein Geld ein gutes Stück Untergrund Black Metal bekommt.

7,5/10
Aceust

01. Intro
02. Skies darker than thine
03. Into empty spheres

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