Humiliation – Seek To Survive | 2011 | Ultra Hingax Production | CD | Death Metal

Humiliation aus Malaysia legen sich ganz schön mächtig ins Zeug. Die Traditionalisten aus Überzeugung und Leidenschaft haben jüngst das zweite Album Seek To Survive veröffentlicht. Es ist noch gar nicht so lange her, als der Vorgänger Dawn Of Warfare bei mir im Briefkasten lag. Und kurz davor gab es die Debüt MCD Face The Disaster. Humiliation halten an ihrem Stil des langsamen Death Metals der alten Schule eisern fest.

Seek To Survive ist ein klanglich brachialer Opus, der von den massiven Riffs und dem großartigen Gesang lebt, dieser ist organisch und kehlig aber stets verständlich. Das Album umfasst zehn Lieder zuzüglich der Ein- und Ausleitungen. Obwohl Humiliation so gut wie immer im gedrosselten Tempo spielen, ist das Album dennoch extrem brachial. Der Klang ist für solch ein Album fantastisch. Der Klang war bei Humiliation schon immer gut, doch diesmal wurde beim Mastern noch eine Schippe drauf gelegt. Alleine schon des Klanges wegen macht es Spaß, sich Seek To Survive anzuhören. Die beiden Gitarren erzeugen mitsamt des Basses einen enormen Wall aus niederwalzenden Riffs, die mächtig und langsam ertönen. Trotz des Fehlens vom hohen Tempo, schlängeln sich die Lieder bedrohlich aus der Deckung zu einem empor, und breiten sich dann zerstörerisch und bebend über einem aus. Seek To Survive ist Zerstörung in Zeitlupe. Langsam, unaufhaltsam, direkt – man kann nicht entkommen.

Das Material an sich ist unspektakulär. In der Musik finden sich unzählige Einflüsse großer Bands vergangener Tage, deren Namen aufzuzählen sinnlos ist, da es viel zu viele gibt. Doch Humiliation machen ihr Ding, und das auf eine absolut kompromisslose und authentische Art und Weise, wenn man das gesamte bisherige Schaffen zusammenhängend betrachtet. Da gibt es in Malaysia fünf Männer die Death Metal lieben und diesen selbst auch spielen, so wie sie ihn mögen. Das machen sie sehr souverän. Das Riffing ist satt und brachial, der mittelschnelle Rhythmus immer treibend und das Organ von Sänger Bear Bee wie gemacht für diese Musik. Seek To Survive ist ein Album, das für Fanatiker des oldschool Death Metals gedacht ist. Es gibt keine Überraschungen, Spielerein oder Innovationen, einfach nur schleppenden und treibenden Death Metal im Brachialklang. Ich weiß nicht weshalb, aber Seek To Survive gefällt mir richtig gut. Dawn Of Warfire und Face Of Disaster unterscheiden sich stilistisch nicht, doch diesmal zündet das Material sofort. Vielleicht ist es einfach die Atmosphäre, die von dem Album ausgeht, mich verzaubert und ganz selten sogar etwas doomiges hat. Diesmal empfinde ich die Musik von Humiliation auch nicht langatmig, obwohl das Album 47 Minuten andauert. Wie dem auch sei, Seek To Survive ist ein empfehlenswertes Album, welches Beachtung absolut verdient hat!

7,5 / 10

01. Where it all begins (Intro)
02. Lost contact
03. With one objective
04. Death march
05. Towards the target
06. Dawn of the dead
07. High fliers
08. Hellfire pass
09. Judgemental to kill
10. Observation post
11. Pasir panjang ridge
12. And there’s no end (Outro)

http://www.humiliation.my/

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