Horned Almighty – Contaminating The Divine | 2009 | Art Of Propaganda / Obscure Abhorrence | CD | Black Metal

Mit Contaminating the divine steht nun das dritte Album der Dänen Horned Almighty in den Regalen. Der Vorgänger The devil’s music ist mir zwar nicht bekannt, doch konnte das 2004er Debütalbum Black Metal Jesus mit seinem schroff gehaltenem „Black ‘N’ Roll“ durchweg überzeugen. Diese Stilistik wurde beibehalten und so bekommt man auch auf Contaminating the divine ordentlichen Black/Thrash Metal zu hören, der diesmal jedoch einer druckvollen Klangproduktion unterzogen wurde.

Black ‘N’ Roll respektive Black/Thrash Metal gibt es so lange, so lange es Black Metal und Thrash Metal gibt, weshalb man Horned Almighty freilich keine spezielle Individualität bescheinigungen kann. Dies geht heutzutage ohnehin kaum noch, da immer irgendwer von irgendjemand irgendwann irgendwo beeinflusst wurde und wird. Horned Almighty kann man allerdings eine gute und überzeugende Darbietung ebendieser Stilistik attestieren. Dabei kommt auch der druckvolle und ausdifferenzierte Klang der Musik sehr zu gute. Vor allem die Saiteninstrumente profitieren enorm von der Produktion, da einzelne Riffs und Anschläge an den Saiten punktuell sehr gut zur Geltung gebracht werden, was die Atmosphäre natürlich sehr beflügelt.

Horned Almighty spielt zwar niemals besonders energisch oder brutal auf, stattdessen wird eine gemäßigte und riffbetonte Spielkultur gepflegt. Zuweilen gibt es dennoch druckvolle und mitreißende Parts, wenn das Schlagzeug flotte und antreibende Rhythmen zum Besten gibt. Vergleichen kann und sollte man Horned Almighty mit Darkthrone zwar nicht unbedingt, doch brennt mir ein Vergleich dennoch auf der Seele, da ich die beiden letzten Alben „F.O.A.D.“ und „Dark Thrones and Black Flags“ als unerträglich empfinde. Dieser norwegische „Punk ‘N’ Roll“ gibt mir irgendwie gar nichts. Anders ist es mit Horned Almighty und Contaminating the divine: Nicht besonders originell, aber kraftvoll und duchzogen von guten Riffs. Dabei spieltechnisch einwandfrei und vereinzelt sogar von einer durchaus bösen sowie hasserfüllten Atmosphäre gekennzeichnet. Dies ist mir zigmal lieber, als das, was Darkthrone in letzter Zeit zusammenschustert.

7,5/10
Aceust

01. Vile works of witchcraft
02. Contaminating the divine
03. Death of the soul
04. A satanic salutation
05. Litany for the sick
06. The doctrine supreme
07. Manifestation of his glory
08. Day of purification
09. The serpent tempter

http://www.hornedalmighty.com/

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