Hooded Menace – Gloom Immemorial | 2014 | Doomentia Records | CD | Death/Doom

Am 19. Dezember wird mit „Gloom Immemorial“ eine Kompilation erscheinen, die sich vorrangig an treue und langjährige Anhänger richtet. Denn auf der Zusammenstellung sind ausschließlich Lieder von Vinylveröffentlichungen zu finden. „Gloom Immemorial“ ist also kein schnödes Best-Of, sondern die Möglichkeit an die begehrten Lieder der längst ausverkauften Platten zu kommen, ohne Wucherpreise auf Onlineauktionsplattformen zu zahlen. Dies ist jedenfalls eine Intention der Macher.

Wie auch immer, ich habe schon oft genug die Erfahrung gemacht, dass die besten Lieder einer Band häufig auf den Split EPs zu finden sind. Allein deshalb ist der Gedanke, solch einer Kompilation zu machen nicht verkehrt. Nun kenne ich zwar nicht alle Alben von HOODED MENACE, doch stellt das Dargebotene eine bedrückende Ansammlung finstren Death Doom Metals dar. Die Lieder sind abwechslungsreich und unterscheiden sich teils deutlich voneinander.

Sehr interessant finde ich das Lied „A Decay Of Mind And Flesh“ von der Split EP mit ANIMA MORTE, welches ein Cover ebendieser ist, und sich als atmosphärische aber kraftvolle Instrumentalnummer entpuppt. Dies stellt einen starken Kontrast zum direkt folgenden „The Haunted Ossuary“ dar, welches schleppend und krachend ist und wo der Death Metal teils stark durchbricht. Mir gefallen beide Lieder sehr gut, und doch sind sie extrem unterschiedlich. Ein ebenfalls ganz anderes Lied ist beispielsweise „Monuments Of Misery“ von der Split mit LOSS. Hier spielen HOODED MENACE in einem rund neun Minuten langen Stück melancholischen und leicht melodischen Doom Metal. In „Catacombs Of Graceless“ hingegen kombiniert man dann zähen Death/Doom mit psychedelischen Gitarrenmelodien.

Die Stärke dieser Kompilation ist definitiv die stilistische und atmosphärische Vielfalt. Der Kontrast zwischen den einzelnen Liedern ist sehr hoch, was ich als reizvoll und gelungen empfinde. Zudem gibt es sehr gute Lieder, die für sich sprechen und mitreißend sind. Allerdings gibt es auch das eine oder andere Lied, welches ich etwas langatmig und langweilig finde. Dennoch, für Fans von HOODED MENACE ist „Gloom Immemorial“ sicherlich eine überaus tolle und empfehlenswerte Veröffentlichung, sofern man die ganzen Platten nicht schon besitzt.

01. Fulfill The Curse („The Eyeless Horde 7“ EP)
02. The Eyeless Horde („The Eyeless Horde 7“ EP)
03. A Decay Of Mind And Flesh (Anima Morte 7“ Split EP)
04. The Haunted Ossuary (Coffins 7“ Split EP)
05. I, Devil Master („Like Evil Vol. 1 Comp.“ DLP)
06. Catacombs Of The Graceless (Ilsa 12“ Split EP)
07. Abode Of The Grotesque (Asphyx 7“ Split EP)
08. Instruments Of Eternal Damnation (Horse Latitudes 12“ Split EP)
09. Chasm Of The Wraith („Labyrinth Of Carrior Breeze 12“ EP)
10. The Creeping Flesh („Labyrinth Of Carrior Breeze 12“ EP)
11. Monuments Of Misery (Loss 12“ Split EP)

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