Heresiarch Seminary / Windstorm / Occulus – Ghosts Of Winter | 2013 | Apocalyptic Art | CD | Black Metal

Ghosts Of Winter heißt diese Split, die unter dem Banner unerbittlicher, winterlicher Kälte drei Bands aus Russland, Griechenland und Kanada vereint. Den Anfang machen HERESIARCH SEMINARY aus Russland, die zweite alte aber neu eingespielte sowie einen neuen Titel beisteuern. HERESIARCH SEMINARY gefielen mir auf dem 2010 erschienenem Debütalbum Dark Ages Of Witchery, auf dem sie kalten, nordischen sowie hasserfüllten Black Metal zum Besten gaben. Stilistisch hat sich nichts verändert und so klingen die Russen nach wie vor roh und hasserfüllt. Der stark verzerrte Gesang tönt bitterböse und die Gitarren haben einen sehr rauen und dreckigen Klang, der sich ein wenig lärmend ausbreitet und die Riffs und Melodien zu verschlucken droht. Auch wenn die drei Stücke zunächst sehr roh und harsch wirken, gibt es rhythmische und melodische Abwechslung, die neben der grimmig rohen Härte auch dezente atmosphärische Momente zum Ausdruck bringt. HERESIARCH SEMINARY klingen aber immer noch sehr nordisch geprägt, und so zeugen die drei Stücke denn auch von sehr rohem, grimmigen und kalten Black Metal.

Das griechische Duo WINDSTORM steht dem atmosphärisch in nichts nach. Hier gibt es ebenfalls kalten und grimmigen Black Metal im rohen Klanggewand. WINDSTORM spielen dabei überwiegend flott und peitschend auf, während der Gesang grell, rau und verächtlich krächzend zu hören ist. Die beiden Lieder stellen einen Ausblick auf das kommende Album dar und sind der EP Eternal Gods Forgotten recht ähnlich, auch wenn WINDSTORM hier doch recht hässlich und gemein wirken. In The Dawn Never Came gibt es zwar auch eine atmosphärische, durch Akustikgitarre eingeleitete Passage, doch ändert dies nichts am insgesamt rohen und grimmigen Auftreten.

Abschließend folgen zwei Lieder von OCCULUS, die gleichfalls roh und grimmig aber überdies auch etwas verspielter und punkiger ausgefallen sind. In The Grim Shades Of Life ist ein riffbetontes aber räudiges und hässliches Lied, welches trotz der verspielten und punkigen Ausrichtung sehr böse und aggressiv wirkt, was sowohl am finsteren Klang als auch am bitterbösen Gesang liegt. Das zweite Lied ist zwar weniger melodisch und dafür geradliniger, aber deshalb nicht weniger harsch und dreckig. OCCULUS klingen einfach sehr verstörend und heftig und erinnern immer wieder an die Anfänge des Black Metals, als alles noch recht minimalistisch und rau war und man auf jeden Fall böse und gemein klingen wollte.

Ghosts Of Winter ist ein Splitalbum, welches sich eindeutig ausschließlich an Freunde des rohen und grimmigen Black Metals richtet. Klanglich und spielerisch nehmen sich die drei Bands nichts und spielen einfach dreckigen Black Metal, der nichts Schönes oder Melancholisches hat, dafür aber jede Menge rohe Energie verbreitet. Demnach ist diese Veröffentlichung auch nur für Fanatiker des rohen Black Metals zu empfehlen.

HERESIARCH SEMINARY
01. Winter of the ghosts
02. With the pulse of the night
03. The bewitched one

WINDSTORM
04. A thousand ravens
05. The dawn never came

OCCULUS
06. In the grim shades of life
07. Ridden with strife

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