Heresiarch Seminary – Whirlwind Of Wild Hunt | 2013 | Apocalyptic Art | CD | Black Metal

Heresiarch Seminary - Whirlwind Of Wild Hunt

Erst kürzlich erschien von dem russischen Duo HERESIARCH SEMINARY eine Split, die allerdings in Teilen altes, neu eingespieltes Material enthielt. Nun ist, mit Whirlwind Of Wild Hunt, nach Dark Ages Of Witchery, das neue zweite Album erschienen. Seit dem Debütalbum sind drei Jahre verstrichen und HERESIARCH SEMINARY knüpfen quasi nahtlos am alten Material an. Es wird nach wie vor kalter und nordischer Black Metal gespielt, in dem eisige atmosphärische Elemente mit grimmigem Parts kombiniert werden. Dabei klingen HERESIARCH SEMINARY aber nicht mehr so dreckig und rau wie auf dem Debütalbum und gehen stattdessen klanglich mehr in die Richtung der kürzlich erschienen Split CD.

HERESIARCH SEMINARY halten sich auf Whirlwind Of Wild Hunt nicht mit obligatorischen Ein-, Über- oder Ausleitungen auf und lassen stattdessen von der ersten bis zur letzten Sekunde den Black Metal für sich sprechen. Dieser erhielt durch viele leicht melodische Gitarrenläufe einen leicht atmosphärischen Anstrich, wobei dieses atmosphärische Element vor allem kalt ist. Die Melodien sind subtil und dezent, erzeugen aber dennoch eine dichte, stets präsente Atmosphäre. Diese wird aber auch vom unheilvollen und mit leichtem Hall unterlegten Gesang geschürt, der ruhig und dezent platziert wurde.

Das Album ist als Ganzes sehr geradlinig ausgerichtet. HERESIARCH SEMINARY verzichten gänzlich auf Spielereien oder atmosphärische Passagen. Trotzdem ist das Album nicht monoton, auch wenn man den Liedern eine gewisse Eingängigkeit zusprechen muss. Doch rhythmisch als auch harmonisch gibt es vielfältige Abstufungen, die jedoch relativ unauffällig ins Material eingearbeitet wurden. Das Tempo ist zwar überwiegend schnell und treibend, enthält aber viele Breaks und Variationen.

HERESIARCH SEMINARY schreiben im Booklet „Blackened Pagan/Atmospheric Metal“ zu spielen. Das kann man so bezeichnen, kann aber auch irreführend sein. Denn musikalisch lässt sich Pagan Metal definitiv nicht erkennen, lediglich in den Texten spiegelt er sich wieder. Vielmehr handelt es sich, wie erwähnt, um kalten atmosphärischen Black Metal mit viel Grimmigkeit. Whirlwind Of Wild Hunt ist eine sehr gute und geradlinige Scheibe, deren Qualitäten eher im Verborgenen liegen und sich in einer konstanten und konsequenten Durchführung erkennen lassen. Wem die Split oder Dark Ages Of Witchery gefiel, der kann bedenkenlos zugreifen. Positiv anmerken möchte ich noch, dass HERESIARCH SEMINARY den Weg von der EP Spilt The Cursed Wine nicht weiter verfolgt haben und auf die zahlreichen Ambientpassagen verzichteten.

Whirlwind Of Wild Hunt ist ein kaltes Album auf dem Schnelligkeit mit dezenter, sehr guter, Melodik kombiniert wird. Empfehlenswert!

01. In the night of retaliation
02. Whirlwind of wild hunt
03. The coven
04. The ceremony of atrocities
05. Banners of war and chaos
06. Hordes of the winter wolves Pt. II: The winter veil
07. Wolf and serpent

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