Hel – Tristheim | 2007 | Det Germanske Folket | CD | Folk

Hel gelingt es, mich nach dem großartigen Debütalbum Orloeg, ein zweites Mal zu überraschen. Diesmal ist das neue Werk Tristheim der Grund dafür. Es ist ein reines Akustikalbum von bestechender Klarheit, tiefer Schönheit und bedächtiger Anmut.

Die Instrumentalisierung der 15 Lieder ist über jeden Zweifel erhaben. Es sind Gitarre, Klavier, Cello, Akkordeon, Bratsche und Flöte zu hören. Die tragenden Elemente der sanften und feinfühligen Kompositionen sind jedoch Gitarre und Gesang. Die anderen Instrumente kommen punktuell zum Einsatz und geben durch ihre bedachte Platzierung der Musik und Atmosphäre noch mehr Tiefe.
Tristheim ist ein sehr ruhiges und flüssiges Album. Die Übergänge der 15 Titel sind, subjektiv wahrgenommen, sehr fließend, sodass man beim Hören der CD den Eindruck vermittelt bekommt, auf eine knapp 40 Minuten andauernde Reise geschickt zu werden.

Tristheim kann man durchaus mit Empyrium vergleichen, wobei mir die ruhigen und sonoren Gesänge Hels eindeutig besser gefallen als die auf Empyriums “Weiland”. Tristheim ist also ein sehr ruhiges und atmosphärisches Werk, das eine ernste und zum Teil auch schwermütige Note hat. Nicht nur atmosphärisch, sondern auch der Lyrik wegen, die nicht “nur” tief, sondern auch trist und dunkel ist.

Lange Rede, kurzer Sinn: Hel hat mit Tristheim ein wunderbares Album mit enormen Tiefgang geschaffen, das voller Ruhe, Klarheit und Schönheit ist und damit beim Zuhören die Sinne sensibilisiert.

01. Sturmrast
02. Nichtort
03. Tief verborgen
04. Tiefes Wasser
05. Lenger enn erindring
06. Gedanken
07. Immer eine Nacht
08. Welkes Blatt
09. Nordlicht
10. 2 31
11. Nebelung
12. Zwielicht, Nebel, Dunkelheit
13. Kalter Rausch
14. Wundtau
15. Schrei ins Nichts

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