Hagl – Hagl | 2005 | Irminsul Productions | Kassette | Black Metal

Die Russen Hagl scheinen mit dieser Veröffentlichung ihr erstes Lebenszeichen von sich gegeben zu haben, welches bereits 2003 aufgenommen aber erst in diesem Jahr publiziert wurde. Zunächst fällt auf, dass es gleich nach dem Abklingen des kurzen Einklangs schnell und heftig zur Sache geht und der russische Gesang durchgehend sehr präsent ist. Es gibt nur wenige und kurze Passagen die frei von Gesang sind, das fällt deshalb gleich auf, da er sehr stets wie mit aller Kraft schnell und wütend geschrieen wird. Dabei ist der Gesang allerdings oftmals einen Tick zu laut sodass die Instrumente, allen voran die Gitarren zu sehr untergehen. Gerade bei den Gitarren finde ich das ein wenig schade, da sie nämlich durchaus interessante Melodien und Riffs von sich geben – nur kommt dies nicht immer gebührend zur Geltung. Der Klang von Hagl ist zwar nicht optimal, aber so schlecht – wie einige an anderer Stelle im Netz meinen – ist er auch nicht. Gerade der etwas rauschende und schwammige Klang und die Gitarren die wie aus der Ferne schallen, erinnern mich an einigen Punkten (vor allem wenn es ruhiger und langsamer ist) an die von mir sehr hoch geschätzten Gruppen wie Dysterwald, Horizon’s Opening und die alten Mightiest. Alle hier genannten Bands haben mit Hagl nämlich gemeinsam, dass dieser Klang ein Teil der Atmosphäre ist und somit zur Musik gehört, die gespielt wird. Ich denke, ein sauberer und klarerer Klang würde Hagl gar nicht so gut stehen, es würde etwas von dem einfachen aber authentischen Charme verloren gehen.

Hagl ist überwiegend schnell und aggressiv, besitzt aber auch immer wieder kurze melodische Strecken und mancherorts muten Riffing und Rhythmuswechsel sogar ein wenig Thrashig an. Freilich, Hagl haben mit diesem Demo nichts Neues oder hochgradig Furioses veröffentlicht, doch dies kann auch niemand mehr heutzutage im Ernst erwarten. Wer sich von etwas Neuem ergreifen lassen möchte, sollte sich ganz einfach anderen Dingen zuwenden.

Für mich ist Hagl ein sehr anständiges Demo das ich als gelungen empfinde.
Von der Kassette sind 100 Kopien erschienen.

01. Intro
02. Hate
03. The war
04. Nuclear winter
05. The lake of death
06. Armageddon
07. The crystal – Clear night
08. I call for you
09. Outro

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