Haemoth – In Nomine Odium | 2011 | Debemur Morti | CD | Black Metal

Obwohl das Debütalbum Satanik terrorism in der Hörergemeinde recht gut ankam, fand ich nicht wirklich einen Zugang zu dem Werk. Mit dem zweiten Album Vice, suffering and destruction ist dies aber gänzlich anders. Sofort mit dem ersten und längsten Titel Sadistik manifest wissen die Franzosen von Haemoth mich zu überzeugen. Das neue Album ist zwar ähnlich rau und kompromisslos gestrickt wie Satanik terrorism, schnell und brachial, dennoch besitzt es mehr Atmosphäre, setzt mehr Stimmung beim Hören frei. Das mag vielleicht an der subtileren Umsetzung des Materials liegen, welches trotz der grimmigen Ummantelung einen Tick gefühlvoller zu sein scheint. Insgesamt ist auf Vice, suffering and destruction alles ein wenig stimmiger und besser als beim Debüt, die Gitarren klingen griffiger und kompakter, Rhythmik und Taktwechsel ergeben ein abrundendes Bild. Insbesondere wenn Haemoth langsamer und schleppender spielen, offenbaren sie ihre Qualitäten. In vereinzelten Momenten erinnern mich manche Akkorde sogar an Deathspell Omega und auch Darkthrone. Dies aber auch nur jeweils von kurzer Dauer wie ein leichter Schatten erahnender Erinnerung.

Vice, suffering and destruction ist als CD über Iso 666 mit acht Liedern in einer Auflage von 1000 Kopien erschienen und das Vinyl mit zehn Titeln bei W.T.C. Productions in einer Auflage von 444 Einheiten. Geboten wird erstklassiger rauer Black Metal ohne jedwede Allüren.

01. Sadistik manifest
02. From the fucking evangelik hatred
03. Human being (This pathetik worm)
04. Abomination
05. Crushing the scepter (Gorgoroth Cover)
06. Vice
07. Suffering
08. Destruction
09. Descent
10. Agios o baphomet

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