Graupel – Auf alten Wegen… | 2005 | Cold Dimensions | CD | Black Metal

Vier Jahre nach dem Demo Als der Nebel… und ein Jahr nach der Split EP mit Encomium haben Graupel nun ihr Debütalbum veröffentlicht. Auf alten Wegen… hat es voll und ganz in sich, und übertrifft das alte Material bei weitem. Auf alten Wegen… ist ein hochgradig kaltes Album, durchtrieben von einer sehr düsteren und eindringlichen Intention die einem schier jeden Gedanken aus den Kopf fegt. Graupel entfesseln mit den zehn Liedern etwas sehr dunkles und energiegeladenes. Und das nicht nur mit den schnellen und wütenden Stücken wie man sie von Graupel kennt. Auch die langsam gespielten Passagen, allen voran das längste Lied der Scheibe Requies fili, sind beherrscht von dieser getriebenen Kälte die vor allem durch den sehr verzerrten Gesang un den grellen und komplexen Gitarrenwänden entsteht. Aufgrund dieses Klangs erinnern Graupel zuweilen etwas an die Schweizer von Darkspace und Paysage d‘ Hiver, die eine ähnlich kalte Atmosphäre besitzen.

Auf alten Wegen… ist trotz aller Kompromisslosigkeit kein leicht verdauliches Werk. Titel wie Von der Gunst zur Schelte sind aufgrund der ungewöhnlichen Rhythmik und den verschiedenen Tempi nicht einfach anzuhören. Man muss die Lieder öfters anhören und ihnen eine Zeit geben sie auf sich wirken zu lassen. Denn dann lichtet sich der vorübergehende chaotische Eindruck, den die teilweise komplexen Strukturen zunächst erzeugen.

Mit ihrem Debütalbum haben Graupel voll ins Schwarze getroffen und die Meßlatte für sich und auch andere Gruppen sehr hoch angelegt.

Neben der CD-Version ist auch eine auf 287 Kopien limitierte LP erschienen.

01. Heimkehr
02. Saat zieht Zeit
03. Die Notglocke
04. Der alte Weg
05. Requies filii
06. Soll und Sein
07. Von der Gunst zur Schelte
08. Glück der Söhne
09. Ein Sterbelied auf Metall
10. Blutend weiß

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