Gloom – Pagan Wastelands | 2012 | 29A | CD | Black Metal

Die russische Black Metal Gruppe GLOOM wurde 2004 unter dem Namen INFINITY OF EVIL als Pagan Metal Band gegründet. Doch schon nach kurzer Zeit benannte man sich in GLOOM um und änderte den Stil. 2005 erschien das Debütalbum Dystopia, auf dem es suizidalen Black Metal à la WIGRID oder SILENCER gab. Es folgten noch eine EP und eine Demo, bis es längere Zeit Still wurde. Das aktuelle Album Pagan Wastelands wurde bereits 2007 aufgenommen, doch aufgrund privater Probleme konnte es erst 2011 fertiggestellt und 2012 veröffentlicht werden.

Stilistisch scheinen sich GLOOM seit Dystopia verändert zu haben. Die sechs Titel von Pagan Wastelands zeugen von grimmigen aber nicht unmelodischem Black Metal. Auf auffälligsten ist zunächst der dunkel und kehlig verzerrte, sowie ruhig intonierte Gesang, der zwar grimmig ist aber nicht harsch oder aggressiv wirkt. Sehr interessant ist der Gesang, wenn GLOOM, wie in dem Lied Summoner, eigenwillige Gitarrenmelodien und ein überaus dezent gespieltes Keyboard mit diesem Gesang kombinieren. Interessant deshalb, weil mich GLOOM dann ein wenig an die älteren Sachen von THE MEADS OF ASPHODEL erinnern. Obgleich GLOOM diese leichte melodische Komponente aufweisen, wirkt der Black Metal jedoch nicht zu melodisch oder verspielt. Im Gegenteil, auf eine sonderbare Art und Weise wirkt die Musik düster, da GLOOM einen recht eigenwilligen Stil haben. Es gibt zwar einige Stellen, wo man sich an die eine und andere bekannte Band erinnert fühlt, doch unterm Strich ist Pagan Wastelands eigenständiger sowie eigenartiger Black Metal. Vor allem melodisch ist es kein Standardwerk. Die (eigenwilligen) melodischen Arrangements gefallen mir gut, gerade nach einer Eingewöhnungszeit kann ich den Melodien einiges abgewinnen. Die eingängigeren, schnellen Passagen können da nicht ganz mithalten, sind aber grundsolide.

Pagan Wastelands ist kein einfaches Album. GLOOM spielen einen eigenen Stil, der rhythmische Abwechslung, dezidierte aber dezente Melodik und einen ruhigen aber grimmigen Gesang kombiniert. Es gibt gute (melodische) Ansätze und Passagen aber auch noch verbesserungswürdige, da durchschnittliche, schnelle Parts.

01. White alves
02. Summoner
03. Horizons
04. Pagan warrior
05. Wastelands
06. Timberline ridge

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