Funeral Forest – Hateful Visions | 2007 | Funeral Moonlight Productions | CD | Black Metal

Funeral Forest bleibt seiner Linie treu und zelebriert auch auf der ersten CD-Veröffentlichung Hateful visions, den ungeschönten und rauen Black Metal, wie man ihn auch bisher von der Gruppe kannte. Die CD enthält aber nicht nur neues Material sondern auch eine Reihe von älteren Titeln, die bereits auf diversen Demoveröffentlichungen enthalten waren.

Das neue Material, angeführt mit dem Titelstück, ist recht unterschiedlich ausgefallen. Hateful visions selbst ist ein elf Minuten langes Stück, in dem sowohl sehr rohe, eingängig schnelle und simpel gestrickte Parts als auch schleppend und melodisch intonierte Abschnitte zu hören sind. Im Verlauf der elf Minuten wechseln sich verschiedene Tempi ab, und mit den wechselnden Geschwindigkeiten verändert sich auch zugleich der atmosphärische, jedoch stets schroffe, Fluss. Es folgt darauf Nature’s blood fuck humanity, einem durchgängig langsamen Stück, in dem ruhig gespielte und dunkle Gitarrenmelodien, und der ebenfalls dunkel und ruhige Gesang, eine schwelende, leicht melancholische Atmosphäre ausbreiten.

Raven’s winter ist dann ein langes, ruhiges Instrumentalstück, vorgetragen von einer Akustikgitarre, die kurzweilig sanft vom Schlagzeug begleitet wird. Hierauf folgt dann das letzte neue Stück der CD. Night of the unholy swords ist ein sehr raues und minimalistisches Stück mit einem dumpfen und flachen Klang. Night of the unholy swords fällt vor allem durch das auffällige Riffing auf, welches zwar sehr einfach aber auch sehr wirksam ist. Es ist minimalistischer Rumpel-Black Metal und gefällt mir von den neuen Liedern am besten, da es stimmungstechnisch das aussagekräftigste ist.

Inmitten der nun folgenden Bonusstücke hat sich allerdings ein weiteres neues Lied versteckt. Zwischen Funeral Holocaust und dem Prolog gibt es nämlich noch Winter of forgotten souls zu hören. Dieses ist im Booklet der CD nicht aufgelistet, wird jedoch auf der Seite von Funeral Moonlight Productions verraten. Winter of forgotten souls ist klanglich das druckvollste Stück der neuen Lieder. Die Aufnahme ist lauter und klarer ausgefallen, was der zumeist schleppenden Musik gut steht. Auch hier wird Eingängigkeit und Minimalismus groß geschrieben und so gibt es wenig Veränderung im Lied, was nicht weiter stört, da die einfache und dunkle Melodieführung völlig ausreichend ist. Es ist ein gutes Lied, und es ist schon ein wenig schade, dass es im Booklet nicht erwähnt wird.

Zu den anderen, bereits bekannten Titeln schreibe ich an dieser Stelle nichts, da dazu bereits alles von meiner Seite aus in den anderen Besprechungen gesagt wurde. Zu Hateful visions ist zu sagen, dass etwas mehr neues Material wünschenswert gewesen wäre, zumal nur zwei der neuen Lieder wirklich überzeugend sind. Wem allerdings die eine oder andere Kassette fehlt oder diese schonen möchte, macht mit dieser Veröffentlichung natürlich nichts falsch.

5/10
Aceust

01. Epilog
02. Hateful visions
03. Nature’s blood fuck humanity
04. Raven’s winter
05. Night of the unholy swords
06. Sarmak in the valhalla
07. The song of the brave warrior
08. Misanthropic forest
09. Funeral Holocaust
10. Winter of forgotten souls
11. Prolog

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