Forgotten Tomb – Love’a Burial Ground | 2004 | Adipocere Records | CD | Black Metal

Ich war bisher kein Anhänger von der Musik von Forgotten Tomb und auch das aktuelle Album Love’s burial ground wird mich nicht bekehren können. Die Musik schafft es einfach nicht, mich zu berühren. Den allgemeinen Eindruck, dass die Italiener abgründige Klänge erschaffen die von düsteren Sehnsüchten und Depressionen getrieben sind, kann ich nicht teilen. Mir wirkt Love’s burial ground über weite Strecken der Spieldauer gelinde gesagt, einfach zu platt. Sicher, Herr Morbid und seine Mannen haben schon interessante und gut inszenierte Momente einfließen zu lassen, doch sind solche Momente für meinen Geschmack zu rar gesät. Das Stück Alone bespielsweise hat wirklich gute Ansätze und Ideen, doch werden diese im selben Lied sofort wieder zunichte gemacht, verwässert durch seichtes Geplänkel, bei dem ich notgedrungen an Goth-Pop (falls es so etwas überhaupt gibt) denken muss. Vielleicht haben sich Forgotten Tomb zu sehr auf emotionales Wirken verzettelt, zu sehr auf den Faktor Stimmung gesetzt und dabei ist das Ganze zu langsamer, ruhiger Musik weichgespült worden die einen diffusen Nachgeschmack hinterlässt. Manchmal klingt es nach düsteren Doom Metal; Marke Evoken, aber dann viel zu oft auch viel zu leicht, zu wenig ernsthaft.

Mag sein, dass ich mit dieser Ansicht und Empfindung alleine auf weiter Flur stehe, und die meisten etwas grandioses dunkles in der Musik sehen, ich find’s nur langweilig und platt.

01. Malus vivendi Pt I (Intro)
02. Kill life
03. Alone
04. House of nostalgia
05. Malus vivendi Pt II (Intermezzo)
06. Love’s ground burial
07. Slave to negativity
08. Forgotten tomb MMIII
09. Malus vivendi Pt III (Outro)

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