Fleshdoll – Feeding The Pigs | 2013 | Great Dane Records | CD | Death Metal

Die französische Formation FLESHDOLL existiert bereits seit 2001, geht mit der Veröffentlichung von Tonträgern aber sparsam um. Bei dem im Herbst erschienenem Feeding The Pigs handelt es sich nämlich um das dritte Album. Es enthält zehn Titel, die man grob dem brutalen aber zugleich auch abwechslungsreichen Death Metal zuordnen kann.

FLESHDOLL versteifen sich nicht zu sehr auf eine Variante, was ich persönlich begrüße. Das Album beinhaltet sehr wohl viele brachiale Parts, die schnell und druckvoll hämmern, aber eben nicht nur. Feeding The Pigs ist zugleich auch bestimmt durch viele Breaks, technisch komplexe Strukturen und atmosphärische sowie melodische Auflockerungen. Das alles macht das Album eben zu einer abwechslungsreichen Platte. Obgleich man sich sicherlich an die eine und andere bekannte Band erinnert fühl, ist es FLESHDOLL jedoch gelungen, dem Ganzen einen eigenständigen Charakter zu geben. Gerade an den Gitarren gibt es eine Vielzahl an eigenwilligen und eigenartigen Riffs, die vereinzelt auch zu kurzen Soli auswachsen. Das lebendige und fokussierte Gitarrenspiel ist ein Element, welches den brutalen Faktor aufbricht. Ein anderes aufbrechendes Element ist der höchst variable Rhythmus. FLESHDOLL verlieren sich nämlich nur selten in geradliniger Raserei, stattdessen verschieben sich die Tempi ständig, was das Album zusätzlich abwechslungsreich und lebendig macht. Obwohl Feeding The Pigs sowohl harmonisch als auch rhythmisch vielschichtig und variabel ist, sind die Stücke jedoch nicht zu überladen oder abstrakt. Es ist trotz allem flüssig und stimmig.

Feeding The Pigs ist ein grundsolides Album, welches vor allem spielerisch einiges bereit hält. Mir gefallen vor allem die kurzen atmosphärischen Einlagen gut, wie etwa in Ecstatic Random Carnage, wo der brutale und treibende Death Metal dann auch partiell eine düstere, atmosphärische Komponente bekommt, welche das Ganze fein abrundet.

01. Feeding the pigs
02. Collateral murder
03. A feast for the rats
04. The wolf
05. Dead monochrome
06. The hollow men
07. The shadow of a man
08. Ecstatic random carnage
09. King of Patusan
10. North sentinel island

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