Eternity – Pestiferous Hymns – Rev. I-I-XXXIII | 2012 | World Terror Committee | CD | Black Metal

ETERNITY darf man getrost als ein Urgestein des deutschen Black Metals bezeichnen. Immerhin gab es die erste Demo bereits 1995. Und nun, 18 lange Jahre später, ist mit Pestiferous Hymns das dritte Album erschienen. ETERNITY hatten schon immer ihren gänzlich eigenen Klang und Stil, dies kann und muss man der Band in jedem Fall zugute halten. Das 2004 erschienene Debütalbum …And The Gruesome Returns With Every Night gefiel mir zwar nicht vollständig, doch mochte ich schon damals die etwas merkwürdige und vor allem eigenständige Atmosphäre. Ihrem eigenen Stil sind sich ETERNITY treu geblieben und so gibt es auf Pestiferous Hymns sieben rabenschwarze Black-Metal-Hymnen wie man sie von ETERNITY erwartet.

Pestiferous Hymns ist ein sehr dunkles und teils auch kaltes Album, das viele subtile Harmonien und Melodien beherbergt. Im ersten Stück Down To The Southern Abyss kommt sogar zeitweilig, durch das melodische Riff, echte Freezing-Moon-Atmosphäre rüber. Überhaupt erinnern einzelne Elemente des Albums an De Mysteriis Dom Sathanas von MAYHEM. Mir gefällt dieser Verweis sehr gut, zumal ETERNITY punktuell gleichfalls eindringlichen und charismatischen Klargesang verwenden. Für die Aufnahmen hat man auch prominente Gastmusiker eingeladen, die ihre Stimme liehen: Drakh, Nocturnus Horrendus sowie V-Kaos. Aber ganz unabhängig davon ist Pestiferous Hymns ein sehr gutes Album geworden, da es vor allem durch seine dezenten und unauffälligen Arrangements, Harmonien und Gesangseinlagen eine böse sowie eindringliche Atmosphäre bekommt. Über weite Strecken muten die Lieder sogar regelrecht bedrückend an. Obgleich Abwechslung vorhanden ist und es natürlich auch auffällige Riffs oder den Klargesang gibt, ist Pestiferous Hymn in seiner Summe aber durchaus ein zunächst unscheinbares Album, bei dem viel im Hintergrund passiert. Das Spiel an den Saiteninstrumenten ist großartig, es gibt für meine Ohren kein einziges schwaches Riff! Gerade in den mittelschnellen Passagen werden ETERNITY ganz groß und überzeugen mit tollen, oft subtilen, Harmonien. Aber auch schnelle Stücke wie …Of Satan’s Blood machen Freude und überzeugen durch geradlinige Härte.

Es ist ETERNITY gelungen, ein sehr gutes drittes Album zu veröffentlichen, welches meiner Meinung nach überhaupt keine Schwächen aufweist. Es ist sogar so gut, dass ich das Debütalbum nun mit anderen Augen sehe und einen besseren Zugang finde. Das ist doch was.

8,5/10
Aceust

01. Down to the southern abyss
02. Temple of flesh
03. …like 1000 suns
04. …of satan’s blood
05. Reborn through the flame (Against the creation)
06. Waiting in the abyss
07. Black clouds on a psychic horizon

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