Ephemeros – All Hail Corrosion | 2013 | Seventh Rule Recordings | CD | Doom Metal

All Hail Corrosion heißt das Debütalbum der amerikanischen Doom Formation EPHEMEROS. Die drei Lieder kommen auf 40 Minuten und stellen eine schwermütige sowie atmosphärische Mischung aus Funeral Doom und Death Doom dar. All Hail Corrosion ist langsam und klanglich kraftvoll, aber immer auch ein wenig melodisch respektive atmosphärisch. Die langsamen Gitarren spielen nicht nur bebende Riffwände sondern kümmern sich auch um melancholische, trübselige Melodien.

Obwohl EPHEMEROS recht eigenständig zugange sind, gehen sie stimmungstechnisch gelegentlich in die Richtung von EVOKEN oder NORTT, ohne jedoch deren höchst depressive, schwarze und düstere Atmosphäre zu erreichen. All Hail Corrosion ist ganz sicher ein tieftrauriges Werk, doch enthält es kaum Spitzen oder Besonderheiten. Die langen, langsamen und immer ein wenig auf Melodik bedachte Arrangements und Passagen sind sehr solide, aber auch nicht mehr. Jedenfalls gelingt es EPHEMEROS nicht so recht, mich 40 Minuten lang zu fesseln. Den Melodien gelingt es nicht, mich zu kitzeln oder zu berühren, wobei das letzte Lied Soilbringer in dieser Hinsicht noch das beste ist, da das atmosphärische Riffing dort nicht einfach nur melancholisch ist, sondern auch eine Geschichte erzählt.

Für Anhänger des schweren und traurigen Dooms sicherlich interessant aber für alle Anderen wohl eher nicht. All Hail Corrosion ist ein typisches Genre Album, welches sich speziell an die Szene richtet. Es ist gewiss nicht schlecht nur fehlt es an etwas Besonderem, an einer speziellen Form von Wiedererkennung. Ich finde es schlicht etwas langweilig, wobei es gute Ansätze und Passagen gibt.

01. All hail corrosion
02. Stillborn workhouse
03. Soilbringer

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http://www.seventhrule.com/

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