Eismond – Behind The Moon We Are Looking Into The Distance | 2012 | Kristallblut Records | CD | Ambient Black Metal

EISMOND ist ein weiteres Projekt des österreichischen Musikers Alexander Wieser, den viele wohl durch URUK-HAI kennen dürften. Behind The Moon We Are Looking Into The Distance ist das Debütalbum, welches zudem die aus einem Lied bestehende erste Demo beinhaltet. Auf dem Album gibt es sehr viel atmosphärischen Ambient zu hören, der zum Sterne gucken einlädt und die unendlichen Weiten des Universums musikalisch erfahrbar zu machen versucht.

Das erste Lied The Other Side Is Calling Me ist ein fast 12 Minuten langes Stück in dem es ausschließlich sphärische Ambientklänge zu hören gibt. Es ist ein ruhiges und entspannendes Lied, welches mich streckenweise gar ein wenig an PINK FLOYDS The Dark Side Of The Moon erinnert. Denn düster oder beklemmend ist das Lied nicht, sondern eher freundlich und sphärisch, eben „spaceig“.

Der Titel Eismond ist mit einer Spielzeit von über 32 Minuten extrem lang und bietet über sehr weite Strecken ruhigen und atmosphärischen Ambient, der phasenweise dunkel und unheimlich werden kann. Zwischendurch ist auch Black Metal zu hören, der vor allem durch eigenwillige Riffs, die nicht besonders harmonisch sind, auffällt. Für meine Empfindung stellt dieser Part einen Bruch und einen Kontrast zum eher entspannenden Ambient dar, da er wesentlich bedrückender und hässlicher ist. Im letzten Lied geht es in der ersten Hälfte wieder sehr ruhig und entspannend zu, während es in der zweiten Hälfte zur Vermischung von Ambient und Black Metal kommt. Der Rhythmus ist treibend aber langsam, grelle Gitarren vermischen sich mit sphärischen Ambientklängen. Ein wenig fühle ich mich hier an NUCLEAR WINTER aus Russland erinnert, wobei EISMOND aber bei weitem nicht so makaber und deprimierend werden. Danach folgen 62 kurze, inhaltslose Lückenfüller, ehe es mit Titel #66 ein verstecktes Lied gibt, welches sich atmosphärisch und stilistisch zu den drei anderen Stücken gesellt.

Für Genreliebhaber ist Behind The Moon We Are Looking Into The Distance sicherlich eine interessante Sache, da ich den ruhigen und sphärischen Ambient durchweg als gelungen empfinde. Die Stücke sind sehr lang aber dadurch nicht langweilig. Allerdings sind die Lieder auch nicht besonders düster oder verstörend und große Spannungsbögen mit dramatischen Zuspitzungen gibt es nicht, oder nur überaus dezent. Für mich ist das Album ein entspannendes Werk, welches das Thema „Weltraum“ recht gut musikalisch umgesetzt hat.

01. The other side is calling me
02. Eismond
03. Trying not to breath

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