Dusk – Deathgate | 2006 | Northern Silence Productions | CD | Black Metal

Den härteren Pfad, den Dusk mit dem Vorgänger Carpathian darkness betrat, wird nun mit dem aktuellen Album Deathgate noch brachialer und intensiver fortgeführt. Als allererstes fällt einem mit Dead is the Black Metal jedoch der kraftvollere und voluminöse Klang auf. Vor allem die Gitarren klingen auf dem neuen Album um ein vielfaches satter sodass die gesamte Atmosphäre durch dieses breite Klangbild rauer und härter wirkt. So ist der Anfang von Dead is the Black Metal ruhig und melancholisch, doch nach zwei Minuten bricht Dusk mit einem schnellen, harten eingängigen Rhythmus los, der eine ganze Weile beibehalten wird. Der Gesang ist zwar nach wie vor typisch als der von Shadow und Dusk zu identifizieren, doch ist er intensiver, hasserfüllter, die schmerzerfüllten Elemente fehlen.

Zunächst wirkte Deathgate etwas befremdlich auf mich. Mit dieser direkten Fülle an Härte und Eingängigkeit hatte ich einfach nicht gerechnet. Wie bereits erwähnt, der detailreiche und warme Klang verstärkt diesen aggressiven Eindruck zusätzlich. Allerdings wäre Dusk nicht Dusk, wenn es nicht schleppende oder langsame Strecken mit den typischen Riffs gäbe. Doch diese sind klar in der Unterzahl und dann auch nur – abgesehen von In the fire – als kurze Passagen in den einzelnen Liedern integriert. Aber das ist gar nicht schade, denn in Carpathian’s legend… beispielsweise, beweist Dusk eindrucksvoll seine Qualität in schnellen, harten und überaus aggressiven Strukturen. Das Lied ist sehr schnell und eingängig beschaffen und ist begleitet von einem sehr sehr eindringlichen Gesang. Obwohl die Lieder alle mindestens sieben Minuten lang sind und überwiegend von einer eingängig schnellen Rhythmik bestimmt werden, gibt es facettenreiche Details die Deathgate zu einem gelungenen Werk werden lassen. Mit dem letzten Stück In the fire gibt es dann aber nach fünf schnellen und aggressiven Liedern dann doch ein langsames, melancholisches Lied. Aufgrund des Klanges und der lauten Gitarren wirkt es zunächst nicht wie eines dieser typischen Dusk-Lieder, voll mit Schmerz. Es ist sehr langsam und schleppend, der Gesang klagend und dabei sehr eindringlich. Doch mit dem Verlauf des Liedes, hervorgerufen durch Gesang und die langsamen, dunklen Melodien entsteht dann ein ernstes und schwermütiges Gefühl, wie man es auch von den früheren Veröffentlichungen her kennt.

Deathgate ist die mit Abstand härteste Veröffentlichung von Dusk, die sich von den alten Werken noch mehr unterscheidet als Carpathian darkness. Und da in diesem Jahr noch ein neues Album ansteht, darf man wohl mehr als gespannt darauf sein.

01. Entering the gate
02. Dead is the Black Metal
03. Carpathian’s legend…
04. Transylvania’s coldest breeze
05. Dark hunger
06. In the fire

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