Draconis Infernum – Rites Of Desecration & Demise | 2011 | Hass Weg Productions | CD | Black Metal

Alle Gruppen die ich kenne und die aus Singapur kommen, sind allesamt schnell und bedingungslos brutal. Der bekannteste Vertreter der Singapur-Fraktion ist fraglos Impiety. Aber auch Abhorer, Istidraj oder Sadiztik Impaler gehören zu den Prügelartisten, zu denen sich nun auch Draconis Infernum gesellen. Das neue Album Rites Of Desecration & Demise ist bereits der zweite Wurf und enthält bedingunslos schnellen sowie satanischen Black Metal.

Dieser bricht dann auch gleich mit dem Eröffnungsstück Regime Of The Underworld über einen herein. Die ersten 50 Sekunden vermitteln noch scheinheilige Idylle ehe dann das Schlagwerk sehr extrem einsetzt und drauflos prügelt. Was nun folgt ist eine Orgie der Schnelligkeit und Brutalität. Das Tempo ist derart hoch, dass für ausgefeiltes Riffing einfach keine Zeit bleibt. Diesem Tempo passt sich natürlich auch der Gesang an, der einfach nur laut und schnell heraus gebrüllt wird. Nach ungefähr drei Minuten nehmen Draconis Infernum dann zum ersten Mal das Tempo raus und es kristallisieren sich einprägsame Metal-Riffs heraus. Plötzlich ist auch der Gesang verständlich, man muss nicht mal wirklich mitlesen.

Rites Of Desecration & Demise ist ein überaus extremes und kompromissloses Albem welches nichts für schwache Gemüter ist. Es sind aber nicht alle Titel ganz so extrem wie Regime Of The Underworld, obgleich Schnelligkeit immer vorhanden ist. In den langsameren Passagen gibts denn auch gute Riffs und ansprechende Arrangements, Draconis Infernum kann auch anders, sofern man will. Spieltechnisch haben die drei Musiker ihr Ding bravourös durchgezogen, was angesichts des Tempos sicherlich nicht immer einfach ist. Man muss also ganz klar eine Neigung für solchen extremen Knüppel-Black-Metal mitbringen, der manchmal rifftechnisch tatsächlich an Impiety erinnert, nicht nur der gemeinsamen Herkunft wegen. Draconis Infernum lässt sich aber auch mit Kult ov Azazel vergleichen, die Anfang des letzten Jahrzents ordentlich Krawall gemacht haben. Dies hat sich wohl Xaphan von Kult ov Azazel auch gedacht und Satan My Master von Bathory für Draconis Infernum eingesungen.

7/10
Aceust

01. Regime of the underworld
02. Rites of desecration & demise
03. Armoured legion
04. Proclamation of encroachment
05. Vengeance unto thee
06. …of solitude & darkness
07. Chaos infinity
08. The grand conjuration
09. Satan my master (Bathory Cover)

http://www.hassweg-prod.com/

Schreibe einen Kommentar