Downfall – The Outlaw | 2010 | Eigenproduktion | CD | Thrash / Death Metal

Downfall ist eine noch relativ junge Gruppe die mit The Outlaw ihr selbstfinanziertes Debütalbum auffährt und eine gefällige Mischung aus melodischem Thrash und Death Metal spielt. Die Anteile des Thrash Metals sind aber weitaus größer, was sich in einer Vielzahl melodischer Riffs und zuweilen auch in technischem Gefrickel niederschlägt. Das Tempo von The Outlaw ist überwiegend mittelschnell, weshalb vor allem die Gitarren sowie Markus Tröbs’ zumeist nur leicht verzerrter, dafür verraucht und heiser wirkende Gesang, die meiste Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Auf The Outlaw hat sich Liedgut der letzten drei Jahre angesammelt, also auch aus der Anfangszeit, als man noch keinen gefestigten Stil gefunden hatte. Dies hört man dem Album ab und zu auch an, denn vereinzelt wirken manche Strecken etwas langatmig, noch nicht vollends ausgereift, was aber ganz normal ist und durch die guten Arrangements in anderen Parts wett gemacht wird. An The Outlaw gefallen mir vor allem die schnelleren Stücke und Passagen, die genau das richtige Maß an schwungvoller Rhythmik und spielfreudigen Gitarren besitzen. Cry City ist beispielsweise eine sehr gute treibende Nummer mit Härte, tollen Riffs, Abwechslung aber auch Eingängigkeit. Auf dem Album sind viele Einflüsse von Thrash und Death Gruppen zu hören, was Downfall aber gut ins eigene Spiel eingearbeitet hat.

Für ein erstes Album das man selbst finanziert hat macht The Outlaw einen klanglich sehr guten und insgesamt sehr professionellen Eindruck. Downfall hat bisher wohl alles richtig gemacht und wenn man den Spaß am Spiel beibehält, sich festig und entwickelt, wird man in den kommenden Jahren noch das eine und andere gute Album aus Ruhla zu hören bekommen. The Outlaw ist melodisch eingefärbter Thrash Death Metal mit technischen Strukturen und trotz einiger Durststrecken abwechslungsreich, wer sich nun angesprochen fühlt, kann auf der Myspaceseite probehören.

6/10
Aceust

01. Intro
02. The outlaw
03. Until it burns
04. Calling the predator
05. Downfall
06. Noman’s land
07. Peter Nirsch
08. Jigsaw
09. Cry city
10. In this cell
11. Lost alone

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