Dispersed Ashes – The Nature Of Things | 2012 | Naturmacht Productions | CD | Funeral Doom

The Nature Of Things ist das zweite Album von DISPERSED ASHES, dem musikalischen Projektes des Malers, Zeichners und Photographen Mark Thompson – der etwa das Artwork von AGALLOCHS Album Marrow Of The Spirit zeichnete. Musik macht er mit DISPERSED ASHES seit 2009, und die Musik kann man als sehr melancholischen und ruhigen Funeral Doom bezeichnen. Die Lieder sind langsam und lang, der instrumentale Einsatz ist eher zurückhaltend und die Melodik ist schwer und trist, was im Übrigen sehr gut zu seinen Gemälden und Zeichnungen passt.

Da die Musik einen sehr ruhigen Grundcharakter hat, ist das Album deshalb auch zugleich ziemlich unaufgeregt und in seiner Stimmung monoton. Dies liegt in der Natur der Sache, die Veränderungen und Entwicklungen innerhalb der Lieder gehen gemächlich vonstatten, weshalb eine monotone und konstante, schwermütige Atmosphäre entsteht. Das Gitarrenspiel ist durchaus variabel, verzerrte und klare Gitarren verändern ihr Spiel, doch das Grundgerüst bleibt stets gleich. Deshalb wirkt das Album eintönig auf mich, es gibt ob der faktischen Variationen aber kaum gefühlte Abwechslung. Mir ist das über die gesamte Dauer von 56 Minuten etwas zu langatmig und langweilig. Schwer und melancholisch ist The Nature Of Things aber in jedem Fall. Am besten gefällt mir Thompsons Gesang, der rau, kehlig und erdig ist. Er hat etwas makabres und rohes, was mir gut gefällt. Die Melodien sind trotz aller Melancholie nicht immer pechschwarz, sondern geben die Tristesse und Depression in verschiedenen Facetten und Abstufungen wieder – und diese beinhalten neben viel Schatten auch hin und wieder etwas Licht und aufmunternde Freundlichkeit.

Es ist unter dem Strich aber dennoch ein sehr bedrückendes und beklemmendes Album, mit einem sehr ruhigen und in sich gekehrten Wesen. Die Atmosphäre ist sehr dicht, aber musikalisch ist mir The Nature Of Things auf die Dauer trotz allem zu eintönig. Ich nehme an, die Musik gibt ziemlich gut das wieder, was DISPERSED ASHES ausdrücken wollte. Eine latente, alles durchdringende Schwere. Insofern handelt es sich hierbei um ein sehr depressives, düsteres und entrücktes Album.

01. I cried at the sun
02. On the nature of things
03. Burnt over
04. With what’s left of the night
05. Promise me
06. To create death’s memory

http://www.dispersedashes.com/

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