Deep Desolation – Subliminal Visions | 2011 | Q.E.V. Productions | CD | Black/Death/Doom Metal

Deep Desolation wurde 2009 gegründet, besteht aus fünf Mitgliedern und debütiert mit dem Album Subliminal Visions. Das polnische Quintett spielt eine düstere Mischung aus Black, Death und Doom Metal, gepaart mit leichten Ausflügen ins Psychedelische. Deep Desolation macht dabei von Anfang an und auf Anhieb einen sympathischen Eindruck, da man hörbar durch viele Gruppen der 1990iger beeinflusst ist.

Das Auftaktlied Call Of The Abyss ist eine schwere und schleppende Nummer die sehr riffbetont ist und rituell und böse wirkt, was auch auf den stark verzerrten und zum Teil sehr kehlig sowie erdigen Gesang zurückzuführen ist. Call Of The Abyss ist eher rituell und hypnotisch, das nachfolgende Murderous Lust dagegen entpuppt sich als schwungvoller Death/Doom der mich etwas an Subreality erinnert. Die einzelnen Lieder von Subliminal Visions sind allesamt interessant, da sie sich voneinander unterscheiden. Im Titellied gibt es im Hintergrund beispielsweise psychedelische Tastenklänge zu hören, die mich etwa an Ufomammut erinnern. Obwohl sich die einzelnen Lieder zum Teil sehr voneinander unterscheiden, ist Subliminal Visions trotzdem ein flüssiges und homogenes Album. Zudem gefällt es mir sehr gut, wie Deep Desolation die alten, traditionellen Einflüsse verarbeitet hat. Egal ob es um Einflüsse aus dem Black Metal, Death Metal oder Doom Metal geht, Deep Desolation hat sich die traditionellen und alten Vertreter der jeweiligen Gattung ausgesucht. Ein anderer Pluspunkt der Platte ist ihr Klang. Der ist in der Summe ganz gut aber alles andere als perfekt. Auf der einen Seite klingen die Instrumente und der Gesang organisch und authentisch, auf der anderen Seite aber auch kantig und ruppig, eben etwas schroff und rau.

Subliminal Visions ist eine feine Black/Death/Doom Scheibe die atmosphärisch überzeugt und gute Riffs bietet, wer sich für die Texte interessiert, sollte sie allerdings besser nicht lesen. Auch die atmosphärischen und psychedelischen Einsprengsel gefallen mir, aber es gibt vereinzelt auch Stellen die etwas langatmig oder langweilig sind. Aber da es sich hierbei um das Debütwerk einer noch nicht lang existierenden Gruppe handelt, kann man darüber getrost hinweg sehen. Subliminal Visions ist atmosphärisch düster und somit empfehlenswert für alle Freunde dieser Spielart.

01. Call of the abyss
02. Murderous lust
03. Mass murderer’s ejaculation
04. Subliminal visions
05. Christ’s incest
06. Infernal hallucinations
07. In a mouth of madness
08. Everlasting war

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