Dauþuz – Die Grubenmähre

Dauþuz - Die Grubenmähre

Dauþuz - Die Grubenmähre„Die Grubenmähre“ ist noch gar nicht lange draußen, da ist das Vinyl bereits vergriffen. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, schließlich war das Debütalbum „In finstrer Teufe“ ein rundum überzeugendes Album, welches an dieser Stelle erst vor kurzem vorgestellt wurde.

Inzwischen gibt es seit wenigen Wochen den Nachfolger. DAUÞUZ blieben sich treu und setzen quasi nahtlos am Vorgänger an. Die größte Veränderung, sofern man davon überhaupt sprechen kann, stellt das Intro dar. Beim Vorgänger hob ich noch lobend das Fehlen ebenjenes vor, diesmal ist es da. Die Einleitung ist sogar* gut gemacht. Denn die Akustikgitarre überraschte mich durch eine relativ unverbrauchte und noch nicht totgehörte, manchmal auch eigenwillige und zugleich feingliedrige Melodie. Im Intro gibt es übrigens auch einen akustischen Bezug zum konzeptionellen Thema der Band, dem Bergbau: Stimmungsvoll ist stetes Tropfen und Plätschern in einer Höhle zu hören.

Ansonsten präsentieren sich DAUÞUZ auf „Die Grubenmähre“ ähnlich vielseitig wie schon zuvor auf „In finstrer Teufe“. Das Duo kombiniert kompromisslose Direktheit, Schnelligkeit und Härte mit vielen melodischen Arrangements und rhythmischen Veränderungen. Harmonisch, rhythmisch aber auch stimmlich ist vieles in Bewegung. DAUÞUZ verschmelzen kalte Grimmigkeit, eisige Harmonien, Aggression und eindringliche Kreischgesänge mit vielen offenen oder subtilen melodischen Einsprengseln.

Es macht einfach Spaß den Beiden beim Spielen zuzuhören. Sowohl an den Gitarren als auch am Schlagzeug – dessen Spiel ich besonders gelungen finde, weil vielfältig und eindringlich – gibt es Vielzahl guter Arrangements zu verzeichnen.

So ist ein Album entstanden, das direkt und abwechslungsreich zugleich ist. An dieser Stelle könnte ich das Fazit von „In finstrer Teufe“ einfach kopieren, aber das wäre langweilig. Mich konnten DAUÞUZ jedenfalls erneut gänzlich überzeugen. Und auch die ruhigen Zwischenstücke gefallen mir, das ist ja ein Thema mit dem ich meistens hadere, aber hier gefällt es mir, weil DAUÞUZ Melodien geschrieben haben, die Wiedererkennungswert haben und vielleicht etwas eigenwillig sind.

Kurz zusammengefasst: „Die Grubenmähre“ ist ein uneingeschränkt empfehlenswertes Album, das alles hat, was ein gutes Black-Metal-Werk ausmacht.

Dauþuz – Die Grubenmähre
2017 | Black Metal
Vinyl, CD | Naturmacht Productions

1. Reminicere
2. Extero Metallum
3. Drachensee
4. Trinitatis
5. Kerker der Ewigkeit
6. Dem Berg entrissen
7. Crucis
8. Die Grubenmähre I: In die Schwärze
9. Die Grubenmähre II: Hoffnungstod
10. Luciae

https://www.facebook.com/DauthuzBM
https://www.naturmacht.com/

*) Ich empfinde die meisten Intros als langweilig und überflüssig.

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