Darkestrah – The Great Silk Road | 2008 | Paragon Records | CD | Black Metal

Mit The great silk road kommt von Darkestrah ein weiteres Album, das voll mit abwechslungsreichem und alles anderem als 08/15 Pagan/Black Metal ist. Nicht nur die teils sehr „ungewöhnlichen“ Instrumente lassen den Hörer in fremde Welten fallen, auch die Lyrik ist eigentlich genreuntypisch, aber trotzdem alles andere als langweilig.

Nach einem kurzen Intro setzt das Titelstück gleich mit dem (weiblichen) Gesang ein, begleitet vom Keyboard und dem etwas kratzigen Gitarrensound. Unheilverkündend nimmt nun neben dem Tempo auch die Spannung immer weiter zu, um gegen Ende mit diversen Streichinstrumenten auszuklingen. Der im nächsten Stück nicht minder vorkommende epische Stil bleibt einem im Ohr hängen und hat einen gewissen Wiedererkennungswert, was nicht nur am forscher werdenden Gesang liegt. Zwischenzeitlich gelangt man im Stück in eine Art Schwerelosigkeit um daraufhin wieder in die dezente Atmosphäre zu fallen.

Neben musikalisch-typischem Black Metal sind immer wieder einige stille Momente „verbaut“, von denen man getragen wird, wodurch einem keinesfalls langweilig wird. Das nächste Stück Cult tengri könnte man fast „überhören“, da es von einem überlangen, fast 20minütigem Stück gefolgt ist, was jedoch kein negativer Aspekt ist (Kenner von Epos (33:33min) dürften wissen, was ich meine), ebenso wenig wie die Verwendung diverser exotischer Instrumente.

Das nun mittlerweile vierte Werk dieser Ausnahmeband dürfte auch trotz der Verwendung von zahlreichen exotischen Instrumenten und epischen Klängen auch für Freunde des klassischen interessant sein. Das aufmerksame Ohr wird hier erneut Freude beim Eintauchen finden, ohne auch nur kurz das Gefühl zu haben, gelangweilt zu werden (wobei eine kleine Kürzung an der einen oder anderen Stelle auch nicht schlecht gewesen wäre).

8/10
F.

01. The silk road
02. Inner voice
03. Cult tengri
04. Kara-Oy
05. The last step

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