Csejthe – Réminiscence | 2013 | Eisenwald | CD | Black Metal

Die kanadische Provinz Québec ist für eine Vielzahl an Black Metal Gruppen bekannt. Ein weiterer Vertreter dieser Gattung sind CSEJTHE. 2009 erschien das Debütalbum La Mort Du Prince Noir, welches man noch zu fünft einspielte. Der heute im Handel erscheinende Nachfolger Réminiscence wurde allerdings nur noch zu dritt aufgenommen. Ob sich die Schrumpfkur gelohnt hat, vermag ich nicht zu beurteilen. Auf Réminiscence spielen CSEJTHE jedenfalls dunkelatmosphärischen Black Metal, der an die eine oder andere Gruppe aus Québec erinnert.

Réminiscence ist ein ruhiges Werk, das zumeist von langsamen und mittelschnellen aber auch einigen schnellen Tempi sowie einer hell gestimmten, vordergründig eingespielten Gitarre, bestimmt wird. Diese Art des Gitarrenspiels erinnert mich stark an FORTERESSE. Dieses zentrale und melodische Gitarrenspiel ist wesentlich für die Atmosphäre verantwortlich, während der Gesang ziemlich ruhig ausgefallen ist und deshalb etwas unauffällig, aber durchaus düster, wirkt. Überhaupt ist Réminiscence ein auffallend unauffälliges Werk. Das Album hört sich wie aus einem Guss an, die einzelnen Lieder sind sich spielerisch und stimmungstechnisch sehr ähnlich. Abwechslung und Vielfalt sind unauffällig in den Details versteckt. Durch diese spezielle Beschaffenheit erschaffen CSEJTHE eine bedrückende Atmosphäre, die zwar nicht unbedingt depressiv, aber dennoch sehr schwer und düster ist.

Mir persönlich ist diese ruhige Umsetzung auf die Dauer etwas zu langweilig, obgleich CSEJTHE es durchaus verstehen, gute Riffs und packende Harmonien zu spielen. Allerdings ist das Album 42 Minuten lang und diese 42 Minuten sind relativ einheitlich und ähnlich. Ich hätte mir etwas mehr Abwechslung und den einen oder anderen Bruch gewünscht, der die Musik kontrastreicher und interessanter machen würde. Das Lied Chasseresse ist so ein Bruch, da es schöne schnelle Passagen besitzt und die atmosphärische Schwere aufbricht. Solche Brüche sind allerdings rar und nur von kurzer Dauer. Gut gespielt und produziert ist Réminiscence allemal, dies steht außer Frage. Wer den atmosphärischen und schwermütigen Black Metal aus Québec mag, der wird Réminiscence sicherlich auch mögen. Ich persönlich bevorzuge aber FORTERESSE oder MONARQUE, die mehr Härte und Bösartigkeit besitzen.

01. Oraison
02. Réminiscence
03. Chasseresse
04. L’antique blason
05. Adjuration
06. Dorko, la malveillante
07. Maléfice
08. Chant des martyres

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