Cruxifiction – The Coming | 2011 | De Tenebrarum Principio | CD | Black Metal

Für den französischen Dreier Cruxificition ist The Coming nach einer 2007 erschienenen Demo das Debütalbum. Die Plattenfirma vergleicht The Coming mit Deathspell Omega sowie Rotting Christ, was ein vollmundiger und überaus gewagter Schritt ist, der eher marketingtechnische Gründe hat und der Realität nicht nahe kommt. Wie dem auch sei, Cruxifiction spielen auf The Coming sauber produzierten Black Metal mit stark verzerrtem Kreischgesang und partiellen Ausflügen in den Death und Thrash Metal.

Die Strukturen der Lieder wurden mit Abwechslung bedacht, verhaften aber in einem überschaubaren Rahmen und sind flüssig sowie nachvollziehbar. Schwung- und druckvolle Arrangements wechseln sich mit melodischen Passagen ab, wobei Cruxifiction gern auch mal auf ein Soli zurückgreift. Rhythmisch ist The Coming gleichfalls eine sehr abwechslungsreiche Scheibe. Eingängigkeit gibt es nur sehr selten, dafür aber viele Wechsel und Breaks. Das Grundtempo von Cruxifiction ist zwar durchaus flott, aber eben ständig in Bewegung und in Veränderung. Obwohl es viele Wechsel gibt, sich Melodik mit Härte abwechselt und der Gesang dual ist, wirkt The Coming nicht abstrakt oder technisch. Es ist Cruxifiction gelungen, alles in ein flüssiges Konstrukt unterzubringen. Die Soli wurden zwar gut gespielt, wirken manchmal aber etwas fehl am Platze, da sie zu melodisch und freundlich sind.

The Coming ist in der Summe eine interessante und gut gespielte Scheibe, die viel Abwechslung und Melodik beinhaltet. Mir persönlich hätte ein etwas höherer Anteil an bedingungsloser Härte gut gefallen. Im Titellied beweisen die drei Franzosen nämlich sehr schön, dass sie auch direkt und brachial spielen können. Wer sauber produzierten sowie gut gespielten melodischen Black Metal mag, kann Cruxificition also ruhig probieren.

7/10
Aceust

01. Haunting hypocrisy
02. The coming
03. The new messiah
04. Death is the only way
05. The silent traitor
06. Burn on a cross
07. I’ll bless you

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