Countess – Revenge Of The Horned One – Part II | 2002 | Barbarian Wrath | CD | Black Metal


Wenn ich mich nicht verzählt habe ist The Revenge of the horned one – Part II das mittlerweile das sechste Album seit 1995. Viel kann ich an dieser Stelle allerdings nicht zu den vorangegangenen Werken sagen da ich sie nicht alle kenne und mir Countess auch erst mit diesem Album wirklich aufgefallen sind. Offenbar eine Frevelei wie mir scheint, angesichts dessen was mit dieser CD geboten wird. Das ist auch gar nicht so einfach zu beschreiben da Countess doch etwas nicht ganz alltägliches machen. Das Album bekommt seine Wirkung primär durch den charismatischen Gesang der leicht heiser und krächzig aber passend rüberkommt und die oftmals bestimmenden und sehr präsenten Gitarren. Insgesamt wirken die Lieder zwar relativ puristisch aber dennoch wird eine ganz besondere und eigenständige Charakteristik geschaffen. Gerade durch die Art und Weise wie Gesungen wird und wie der Gesang eingesetzt wird und wie auch die Gitarren oft hymnenhaft das Geschehen bestimmen und sehr zur Atmosphäre von Countess beitragen. Dieser etwas krächzige Gesang wirkt zuweilen auch wie eine prädigende Stimme die zu einem Moralapostel mit gehobenem Zeigefinger passen mag. In meiner Vorstellung jedenfalls. Das kommt wohl daher – da die Stimme manchmal wie schnell gesprochen wird, und dies halt in ihrer grellen Charakteristik. Insgesamt birgt The revenge of the horned one – Part II auch eine angenehme und alte Heavy Metal Atmosphäre, die zwar untergeordnet und hintergründig ist, aber vorhanden ist. Besonders gut gelungen ist diese Atmosphäre bei Tyrant of the motorway das musikalisch wie ein Tribut an den einstigen Metal erscheint. Selbst wer an dem Metal sonst kaum oder keinen Gefallen findet, kann hier getrost ein Ohr riskieren. Denn Countess verstehen es gekonnt diese Atmosphäre von damals in ihr eigenes Gewand zu kleiden. Die Produktion des Albums ist nicht ganz das Perfekte. Sie ist nicht schlecht, und passt auch gut zu dem eigenen Still der Niederländer, doch manchmal wäre es wünschenswert wenn die einzelnen Instrumente sauberer klingen würden. Dies ist aber auch schon der einzige Makel den ich bei dieser Veröffentlichung der anderen Art anzukreiden habe.

01. Behold my wrath
02. Child of the millenia
03. Praise of immortality
04. Ballad of the swords
05. On armageddons battlefield
06. Masturbo ergo sum – Act 2
07. My pain is my glory
08. Blood wedding
09. Nightwind
10. Tyrant of the motorway
11. The legend of the fall
12. Metal warriors

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