Cold Empire – From The Ashes Of The Empire | 2010 | Naturmacht Productions | CD | Black Metal

Cold Empire ist noch eine relativ junge Band, die erst 2006 gegründet wurde und nach einem Demo im Jahr 2007 kürzlich mit From the Ashes of the Empire ihr Debütalbum veröffentlicht hat. Dass Cold Empire lediglich aus zwei Musikern besteht, hört man dem Material nicht wirklich an. Vor allem wenn man bedenkt, dass der Herr Valker neben dem Schlagwerk auch für Gitarre und Bass zuständig ist. Misanthrone ist lediglich für Gesang und Text verantwortlich. Musikalisch haben sich die Zwei dem leicht melodischen, aber roh klingenden und kalten Black Metal verschrieben.

Das Eingangslied Wasteland ist der längste Titel des Albums und hält sich nicht mit atmosphärischen Einleitungsklängen auf, wofür es bei mir schon mal per se Punkte gibt. Stattdessen legt Cold Empire anständig los, indem man mit ordentlichem Tempo und schnellen Riffs losschmettert. Irgendwann kommt dann mit der ersten Strophe auch der Gesang hinzu, der stark verzerrt ist und überaus giftig und eindringlich ist. Wasteland ist ein gelungener Einstieg, der neben der Raserei auch langsamere Passagen beinhaltet und an der Gitarre sehr viel Abwechslung bietet. Trotz des hohen Grundtempos und dem üblen Gekeife ist es halt melodischer Black Metal, und dies spürt man am Gitarrenspiel zu jeder Zeit. Trotz des melodischen Riffings übertreibt es Valker jedoch nicht mit den Melodien, die weder zu lieblich noch zu ausufernd sind. Die Melodik die von Cold Empire heraufbeschworen wird, ist dezent, oft auch von eisigem Naturell und dann und wann auch eingängig und sehr überschaubar.

Neben der abwechslungsreichen Beschaffenheit ist auch der Klang ein interessanter Aspekt. Insgesamt lässt er sich als gut zusammenfassen, im Detail tun sich aber markante Unebenheiten auf, die vor allem das Schlagzeug betreffen. Aufgrund des hohen und sich oft verändernden Tempos ist das Schlagwerkspiel strukturell technisch gelagert, was zu sonderbaren klanglichen Eigenschaften führt. Denn das Schlagwerk klingt an einigen Stellen recht dumpf und künstlich, gerade dann, wenn es abwechslungsreich und anspruchsvoll ist. Dies ändert aber nichts am spielerischen Können des Valkers. Und da der Herr Valker eben auch für das Saitenschwingen zuständig ist, passt das Zusammenspiel aller Instrumente hervorragend.

From the Ashes of the Empire ist trotz der melodischen Ausrichtung ein kaltes und zuweilen auch grimmiges Album, mit einem gewissen nordischen Einschlag. Für Freunde des schnellen sowie melodischen Black Metals zu empfehlen.

7/10
Aceust

01. Wasteland
02. Nocturnal sea
03. Toward the eternal silence
04. Of wood and trees
05. Storms will rise
06. Forest of hate

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