Church Of Necrolust – Church Of Necrolust

Church Of Necrolust - Church Of Necrolust

Church Of Necrolust - Church Of NecrolustDie österreichische Formation CHURCH OF NECROLUST gründete sich erst im Frühjahr 2015 und bereits im selben Jahr wurde die erste EP eingespielt, die dann im Winter 2015/2016 veröffentlicht wurde und mir nun vorliegt.

CHURCH OF NECROLUST bezeichnen ihren Stil als „Anti-Religious Metal Of Death“. Das empfinde ich als recht passend, da er sowohl eine Gleichgültigkeit als auch Offenheit voraus schickt. Die Österreicher spielen dreckig klingenden Extrem Metal, der überwiegend dem Death Metal zuzuordnen ist aber zugleich auch einen hohen Anteil Thrash Metal beinhaltet. Es flammt nicht nur immer wieder Thrash Metal auf, wie es sich für Metal Of Death gehört, kann man unter anderem auch Einflüsse von illustren Bands wie VENOM oder MOTÖRHEAD spüren.

Auf ihrer Debüt-EP ziehen CHURCH OF NECROLUST in gewisser Weise alle Register und decken ein breites Spektrum des fiesen und räudigen (Death) Metals ab. Das Riffing ist häufig, vor allem im ersten Teil der EP, schlicht besaitet und auch das Schlagzeug gibt sich zurückhaltend. Dem steht der wirklich fiese und ausdrucksstarke Gesang gegenüber, der schön dreckig und kehlig aber nur leicht verzerrt ist und häufig versoffen und röchelnd rüberkommt und sich so anhört, als würde jemand Blut und Glassplitter kotzen. Den einen und anderen tiefen Death-Metal-Growl gibt es auch, doch gutturale Gesangseinlagen bilden die Ausnahme.

CHURCH OF NECROLUST präsentieren sich auf ihrer Debüt-EP angenehm unvollkommen. Es gibt viel Licht aber auch Schatten. Dies gilt sowohl für die Saitenfraktion als auch für das Schlagzeugspiel. Das Schlagzeug klingt manchmal etwas dünn, blechern und hölzern und erinnert mich rein klanglich an „Caedes Sacrilegae“ von IMPENDING DOOM – was aber irgendwie einen netten Retrocharme hat. Differenzierter ist es da schon mit den Gitarren, die teilweise richtig gute, fette und drückende Riffs ausbreiten, aber Schwächen während der einen und anderen Melodiephrase haben.

Doch was will man auch erwarten? Es ist die erste Veröffentlichung der Österreicher, sie wurde kurz nach der Gründung eingetrümmert. Und so wie es aussieht hat Gitarrist Unholy Necromancer die Band bereits wieder verlassen. Man ist sich also noch dabei zu finden. Auch wenn nicht alles perfekt (zum Glück!) ist, stimmen dennoch die Attitüde und rotzige Atmosphäre. CHURCH OF NECROLUST spielen fiesen und dreckigen Metal Of Death, der nicht originell aber auch nicht ausgelutscht ist. Die Debüt-EP kann man sich also sehr gut geben!

Church Of Necrolust – Church Of Necrolust
CD / Digital | Eigenproduktion
2015 | Death Metal

Part I: From Slaves Under God To Lords Of The Masses
I. Introduction
II. Broken By A Priest
III. Occult Ritual Possession

Part II: The Putrid Path Of Necrology
IV. The Necromancer’s Punishment
V. The Seven Plagues Of Necrocalypse
VI. Church Of Necrolust

Reverend Necrolust – Gesang, Gitarren
Blasphemic Berzerker – Bass, Gesang
Unholy Necromancer – Gitarren
DisPater – Schlagzeug

https://www.facebook.com/churchofnecrolust

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