Carpathian Forest – Defending The Throne Of Evil | 2003 | Season Of Mist | CD | Black Metal

Neue Plattenfirma, neues Album. Mit Defending the throne of evil melden sich die Norweger Carpathian Forest zurück. Nachdem die Bindung mit Avantarde zu ende gegangen war, kam die Band beim französischen Label Season of Mist unter. Schwächelte die einst grandiose Band in letzter Zeit ein wenig und wirkte etwas ideenlos auf den Tonträgern, so scheint es mit dem kommenden Album (wird am 17. März veröffentlicht) wieder etwas bergauf zu gehen. Carpathian Forest klingen teilwiese vermehrt nach älteren Werken. Schlecht war die Band ja nie, das muß man zugeben, aber man vermisste das bandeigene gewisse Etwas. Auf Defending the throne of evil ist das nun glücklicher Weise anders. Besonders auffallend ist dieser “betagte Geist” gleich bei dem zweiten Lied zu hören. Gleich zu beginn sind die für Carpathian Forest typischen, markanten Gitarren zu hören, die sofort Erinnerungen an Through chasm, caves and titan woods wecken. Allerdings ist Defending the throne of evil kein Plagiat älterer Scheiben. Es ist ein schlagkräftiges und intensives Album auf dem Weg der Band. Typische Merkmale sind ebenso enthalten wie auch der bekannte Drang zur Nutzung und Einarbeitung unkonventioneller Instrumente wie etwa den Dudelsack bei Hymne to døden. Dabei verfallen Carpathian Forest aber nicht in einer verspielte Experimentierfreudigkeit.

Trotz dem bekannten Klangbild der Band, der auch durch die gesamten 12 Titel präsent ist und das Album zweifelsfrei zu einem typischen Carpathian Forest Album macht, ist das Album alles andere als langweilig oder ein weiters Album für das Regal. Dazu ist die Musik zu hochwertig und einfach auch zu gut. Die Band versteht es, das Songwriting und Arrangement bizarr und grotesk, aber auch morbid und aggressiv klingen zu lassen. Schon bei Strange old brew gab es einen Vergleich zu den Schweden Pan Thy Monium, wegen der Blasinstrumente wie dem Saxophon. Damals konnte ich den Vergleich nicht nachvollziehen, doch gibt es bei dem Lied Ancient spirit of the underwold diesmal tatsächlich eine Saxophoneinlage, die schwer an Pan Thy Monium erinnert.

Das Album ist sehr klar und sauber produziert. Normaler Weise ist dies eher lästig bei solchen Veröffentlichungen. Doch Defending the throne of evil kommt diese klare und druckvolle Produktion nur zu gute. Alles in allem ist das neue Album ein typisches, aber abwechslungsreiches Album aus bewährtem Hause. Meiner Meinung nach deutlich besser als die beiden vorangegangenen Alben.

01. It´s darker than you think
02. Skjend hans lik
03. The wall of all tears
04. Put to sleep like a sick animal!!!
05. Hymne to døden
06. Ancient spirit of the underworld
07. Spill the blood of the lamb
08. One with the earth
09. Christian incoherent drivel
10. The old house on the hill
11. Necrophiliac, anthropophagus maniac
12. Cold murderous music

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