Blutklinge – Call Of The Blackened Woods | 2007 | Urkfraft Records | CD | Black Metal

Nach dem letzten Demo Ahnengeist, gibt es nun mit der aktuellen MCD Call of the blackened woods neues sowie überraschendes von Blutklinge. Es braucht nicht lange, um festzustellen dass sich bei Blutklinge einiges getan hat.

Mit Adversary, dem längsten Titel, beginnt die über 34 Minuten lange MCD ruhig und schwermütig. In der ersten Minute ist eine schön gespielte Akustikgitarre zu hören, die dann von einem schleppenden Part abgelöst wird, in dem die zwei Gitarren, eine einfache aber wirkungsvolle Melodie spielen. Nach etwa drei Minuten setzt ein sehr schneller Grundtakt ein, die Gitarren bleiben jedoch ruhig und dezent im Hintergrund stehen. Auf diesen Geschwindigkeitsausbruch folgt dann die erste Strophe, die schleppend ist und in der die grellen, ruhigen Gitarren und ein lauter, stark verzerrter aber durchaus deutlicher Gesang die Hauptmerkmale sind.

Bereits jetzt ist Call of the blackened woods nur bedingt mit dem Demo Ahnengeist zu vergleichen. Blutklinge hat sich erheblich gesteigert, sowohl musikalisch als auch klanglich. Der Klang ist sehr klar ausgefallen, die Instrumente sind schön deutlich zu hören und das Schlagzeug hat Durchschlagskraft. So war Ahnengeist noch sehr rau und grell, dadurch auch immer ein wenig aggressiv in seiner Atmosphäre, und dabei phasenweise Bilskirnir nicht unähnlich, so geht es mit Call of the blackened woods tendenziell in Richtung melodische Schwermütigkeit, verpackt in langen stimmungsintensiven Klangkulissen. Ein bestimmter Abschnitt im Mittelteil von Adversary erinnert sogar stark an Todesstoß, was vor allem am Klang der Gitarren liegt. Blutklinge ist trotz dieser Vergleichbarkeit sehr eigenständig. Denn während Todesstoß‘ Musik stark durch bizarre und qualvolle Arrangements geprägt ist, ist die Stilistik Blutklinges melodischer und nicht so sehr auf Pein bedacht. Während der beiden langen Stücke Adversary und Call of the blackened woods, die beide abwechslungsreich strukturiert sind und schleppende, klare wie auch antreibende Elemente enthalten, gibt es einige sehr gute Melodien zu hören. Bei dem letzten Stück Die Lichtung, handelt es sich um ein reines Instrumental, das sehr ruhig und beschaulich vorgetragen wird und wohl auch Ambientanleihen enthält.

Blutklinge kann man zu diesem Tonträger nur gratulieren. Die Entwicklung muss man honorieren und es ist ein sehr stimmiges Werk, das einen bleibenden Eindruck hinterlässt und Lust auf mehr macht.

01. Adversary
02. Call of the blackened woods
03. Die Lichtung

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