Black Priest Of Satan – Element Of Destruction

Black Priest Of Satan - Element Of Destruction

Black Priest Of Satan - Element Of DestructionObwohl es das deutsch-finnische Duo BLACK PRIEST OF SATAN bereits seit 2007 gibt, ist mir dieses von Avenger und Molestor Kadotus betriebene Projekt bisher noch nie zu Ohren gekommen. Demnach war ich auch ein wenig überrascht, den Schöpfer von FRONT BEAST und NOCTURNAL an dieser doomigen Front anzutreffen. Nach einer Demo und drei EPs ist mit „Element Of Destruction“ kürzlich das Debütalbum erschienen. Sowohl Avenger als auch Molestor Kadotus sind lange dabei, beide betreiben jeweils ihr eigenes Label und sie häuften Bandbeteiligungen an, wie andere Platten.

Die Krönung dieser Zusammenarbeit trägt nun den Namen „Element Of Destruction“ und enthält sechs schwarzmetallisch aufgeladene Doom-Stücke. Während Avenger für sämtliche Instrumente zuständig ist, kümmert sich Molestor Kadotus um Texte und Gesänge. Avenger ist es jedenfalls gut gelungen sich von seinen anderen Verwirklichungen NOCTURNAL und FRONT BEAST zu emanzipieren. Er hat ja eine sehr eigenständige und eindeutig auszumachende Spielweise, vor allem seine Riffs von FRONT BEAST sind absolut unverwechselbar. Davon findet sich bei BLACK PRIEST OF SATAN kaum eine Spur, obgleich es durchaus zwei oder dreimal vorkommt, ihn doch zu erkennen.

Black Priest Of Satan (Avenger)Wie es sich für Doom Metal gehört sind die Lieder langsam. Doch während viele Bands eine Variante des Dooms spielen, die harmonisch und melodisch ist, wo gerne mal Einflüsse aus Stoner und okkultem Rock verwurstet werden, gibt es hier sehr rau und dreckig klingenden Black Doom Metal. Man hört und spürt die jahrzehntelange Verhaftung von Avenger und Molestor Kadotus im Black Metal.

Der Klang von „Element Of Destruction“ ist rau, die Gitarren schwingen gerne auch mal kratzend und Avenger ist weit davon entfernt, liebliche und nette Melodien zu spielen. Während die Saitenfraktion für den düsteren und harmonischen Unterbau zuständig ist, schreitet das Schlagzeug schleppend und zäh voran. Sänger Molestor Kadotus tritt stimmlich sehr vielfältig in Erscheinung. Er ist verzerrt und unverzerrt, eindringlich fauchend aber auch sprechend oder beschwörend zu hören.

BLACK PRIEST OF SATAN spielen definitiv keine massentaugliche Alltagsmusik. Dafür ist das Black-Doom-Gemisch schlicht zu roh und missmutig. Mich freut die dezidierte Verknappung von Gefälligkeit einerseits, da es die Authentizität von Avenger und Molestor Kadotus wahrt, doch auf die gesamte Spieldauer bezogen sind mir die langsamen Stücke etwas zu ereignislos. „Element Of Destruction“ ist gewiss Black Priest Of Satan (Molestor Kadotus)kein schlechtes Werk, allerdings hätte ich mir mehr Spannung und Kontrastierung gewünscht. Im Eröffnungsstück ist beispielweise kurzweilig ein monotones Keyboard zu hören, welches stark an BURZUM erinnert. Solche Einsprengsel hätte es gern häufiger geben dürfen.

Black Priest Of Satan – Element Of Destruction
CD | Deathstrike Records
2016 | Black Doom Metal

1. The Element Of Destruction
2. Prophet Of Fire
3. Blazing Fires In The Night
4. Unheard Prayer
5. Ritual Of Three Candles
6. Guided By Two Moons

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