Autumnal Reaper – Rise Of The Raging Death | 2009 | Apollon Records | CD | Death Metal

Die niederländische Gruppe Autumnal Reaper existiert bereits seit 1991 und kann auf eine beachtliche Anzahl von Veröffentlichungen zurückblicken. Das neue Album Rise of the raging death ist dabei allerdings erst das dritte Vollalbum. Diesem hört man eine gewisse Erfahrung und Professionalität sofort an, was auch nicht weiter verwundert, da Gitarrist Waltr Verschoor bereits 1985 auf einer Demoproduktion in Erscheinung trat. Auch die drei anderen Musiker sind lange dabei und verstehen somit ihr Handwerk. Dies allein reicht zwar nicht aus, um automatisch ein überzeugendes und gutes Album abzuliefern, doch im Falle von Rise of the raging death kann man das Resultat als sehr gelungen bezeichnen.

Autumnal Reaper spielt zwar in der ersten Linie kraftvollen sowie treibenden Death Metal, doch versteifen sich die Vier nicht all zu sehr auf Genrebeschränkungen. Es schimmern auf dem gesamten Album immer wieder Anleihen aus dem Black und Thrash Metal durch. Dies geschieht allerdings sehr subtil, unaufdringlich und komplett klischeefrei. Autumnal Reaper verzichtet also auf direkte Elemente dieser Stilrichtungen. Es sind vielmehr stimmungstechnische und atmosphärische Merkmale, die den Death Metal erweitern und bereichern. So ist beispielsweise der Gesang überaus vielfältig, und manchmal schwenkt er vom Death Metal in den Black Metal über, ohne dass sich dabei Musik und Spielfluss verändern würden, was mir gut gefällt und was auch sehr gut rüberkommt.

Aber auch spielerisch beinhaltet Rise of the raging death eine breite Palette. Neben den treibenden, mächtigen und druckvollen Nackenbrechern sind viele Abstufungen und unzählige, gut gespielte Riffs zu hören, wobei eine stete, zügige und flüssige Grundstruktur gegeben ist. Dies ist ein Fakt, der mir am Album sehr gut gefällt. Autumnal Reaper ist es nämlich gelungen, mit Rise of the raging death ein Album einzuspielen, welches vom ersten bis zum letzten Lied flüssig, geradlinig und flott ist, sodass ich das Album beim erste Durchgang komplett durchlaufen ließ, ohne mich an irgendeiner Stelle auch nur ein einziges Mal gelangweilt zu haben. Autumnal Reaper bietet absolut nichts Neues, doch macht es einfach Spaß, dem spielfreudigen Treiben zuzuhören, der gekonnt und flüssig Härte mit einer leichten, feinen melodischen Note kombiniert.

Wenn Ihr sauber und druckvoll produzierten Death Metal, der stellenweise und auf angenehme Art und Weise einen schwarzen und thrashigen Einschlag hat, mögt, solltet Ihr Rise of the raging death nicht verpassen.

8/10
Aceust
01. Full mooon ExScythement
02. Flag of united despair
03. Requiem
04. Chambers of infinite madness
05. Realms of gold, inhabitants of greed
06. Guilty of divinity
07. Rise of the raging death
08. Ex mortis
09. The bodiless

AUTUMNAL REAPER
APOLLON RECORDS

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