Ars Veneficium – The Reign Of The Infernal King

Ars Veneficum - The Reign of the Infernal King

Ars Veneficum - The Reign of the Infernal KingGewalt ist auch eine Lösung. So könnte eine Botschaft der belgischen Band auf ihrem 2016er Debütalbum lauten. ARS VENEFICIUM schreiten brutal, rigoros und gerne rasend schnell in die Schlacht, und erinnern mich dabei an Veteranen wie DARK FUNERAL, MARDUK oder auch WATAIN.

Die fünf Belgier setzen auf die Kombination von hohem Grundtempo mit frostklirrender Melodik. Es ist nie verkehrt gewesen, Melodien mit kompromissloser Härte zu verbinden. Das wurde unzählbar oft vorgemacht und findet hier einen weiteren Ausführer des Tradierten. Auf und an „The Reign Of The Infernal King“ ist nichts besonders oder überraschend. Ich gehe stark davon aus, dass ARS VENEFICIUM ohnehin nie darauf aus waren, etwas Neues zu kreieren.

„The Reign Of The Infernal King“ ist solide, gut gemachte Kost für Freunde des schnellen, brutalen und nicht unmelodischen Black Metals. Zwar erreichen ARS VENEFICIUM im hohen Tempo noch nicht durchgängig die Präzision der schwedischen Veteranen, dafür stehen sie ihnen in puncto Brutalität in nichts nach, wozu auch Sänger S. mit seinem eindringlichen und präsenten Organ maßgeblich beiträgt. Sein Gesang ist markerschütternd und heftig, was sehr gut zum ganzen Rest passt.

Es ist aber auch nicht alles schnell und brachial. Das Tempo wird immer wieder mal gedrosselt, wie etwa in „Angel Of Angels“, wo der schleppende Anfang zunächst burzumesk scheint. Dieser Moment währt nicht lange und so greifen ARS VENEFIUCIUM zu den Waffen, um sich hemmungsloser Raserei hinzugeben. Zur Halbzeit des Liedes geht es erneut langsam weiter, und hier erinnern mich die Melodien ein wenig an RAATEs erster Demo. Andernorts wurden ebenfalls rhythmische Variationen oder auch mal ein Soli eingestreut, was für ein gewisses (nicht übertriebenes) Maß an Abwechslung sorgt. In „Fallen To The Realm“, einer schnellen Nummer, erinnert mich die Leadgitarre immer wieder mal an „Casus Luciferi“ von WATAIN – was sich gut anhört und zur Vielfalt beiträgt.

Wer Freude an Schnelligkeit und Brutalität hat, darf sich ARS VENEFICIUM gerne mal genauer anhören. Wenn man diese Spielart des Black Metals mag, ist „The Reign Of The Infernal King“ ein gelungenes und überzeugendes Album. Schnelligkeit, Abwechslung und Melodik befinden sich in einem harmonischen, ausgewogenen Verhältnis, weshalb ich nichts Schlechtes über die Platte schreiben kann.

Ars Veneficium – The Reign Of The Infernal King
2016 | Black Metal
Vinyl, CD, Digital | Immortal Frost Productions
Kassette | Worship Tapes

1. Intro
2. Damnation of the Soul
3. Fallen to the Realm
4. Angel of Angels
5. Extinguished Are the Candles of Holiness
6. Reign in Darkness
7. As Flames Spread into Chaos
8. Thy Will, My Hands
9. Bringer of Light

S. – Gesang
Lava – Bass
Ronarg – Leadgitarre, Hintergrundgesang
Archcaust – Rhythmusgitarre
Norgameus – Schlagzeug

https://www.facebook.com/arsveneficiumofficial
http://www.immortalfrostproductions.com/

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