Arkona / Szron – Zrodzony Z Ognia I Lod / Mankind’s Funeral | 2004 | Under The Sign Of Garazel | CD | Black Metal

Zwei polnische Gruppen reichen sich für diese Split-Veröffentlichung die Hand, außer der Nationalität haben sich aber nichts gemeinsam. Arkona und Szron unterscheiden sich musikalisch sehr stark. Erstere spielen längere Lieder die mit melodischen und symphonischen Klanguntermalungen angereichert sind. Obwohl Arkona durchaus auch schnellere und eingängiere Parts haben einfließen lassen, wirken sie aber niemals aggressiv und bissig. Dazu wirken die Lieder insgesamt etwas zu platt, insbesondere der Gesang von Arkona ist recht schwach. Er ist relativ leise und dabei kommt erschwerend hinzu, dass er es nicht schafft markante Akzente zu setzen. Es gelingt ihm nicht, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Musikalisch ist ihnen das Ganze schon etwas besser geglückt, auch wenn das Keyboard für meinen Geschmack zu viel Raum bekommen hat. Es ist wohl einfach die Art von Arkona, atmosphärischen Black Metal zu spielen der mehr Wert darauf legt, orchestrale Stimmungen zu erzeugen als ein antreibendes und grimmiges Gefühl.

Bei Szron sieht das schon ganz anders aus. Gleich mit The end of all life poltern sie los, machen einmal mehr deutlich dass ihre Interpretation des Black Metals eine aggressive und verächtliche ist. Wie auf den Veröffentlichungen zuvor, geben sich Szron auch hier forciert antreibend und schnell, begleitet von den Gitarren die wie immer das Gros an Atmosphäre erzeugen. Ebenso vorhanden sind auch einige thrashige Breaks und abrupte Rhythmuswechsel. Nocturnal horde ist ein Stück, das über sechs Minuten geht, aber nahezu durchgehend in einem schnellen, stampfenden und eingängigen Takt gespielt wird. Selbst die Gitarre stehen hierbei viel mehr im Hintergrund als sonst, dennoch hat das Lied eine sehr ergreifende – vor allem aggressive – Ausstrahlung. Szron verstehen ihr Handwerk tadellos und können ein weiteres Mal überzeugen. Da steht es auch außer Frage, das Arkona der schwächere Beitrag auf dieser CD ist.

Zum Abschluss gibt es das lange Stück Tumulus, welches langsam und schleppend ist und eine mindestens ebenso intensive Stimmung in sich trägt wie die schnellen Titel. Tumulus ist klug strukturiert und beschaffen, die lang aufgestaute düstere Atmosphäre entlädt sich dann zum Schluss des Stückes in einem schnell gespielten Ende.

Die CD ist in eine Auflage von 666 Kopien erschienen.

ARKONA
01. Zrodzony z ognia i lodu
02. Matka zima
03. Niech polaczy nas kosmos

SZRON
04. The end of all life
05. The flame shall purify
06. Nocturnal horde
07. Tumulus

 

Schreibe einen Kommentar