Apotheosis Omega – Vama Marga

Apotheosis Omega - Vama MargaAPOTHEOSIS OMEGA sind ein Quintett aus Aachen, welches sich zu 80% aus Leuten von HADER speist. Die letzte Veröffentlichung von HADER liegt einige Jahre zurück und ob es noch mal etwas Neues geben wird, ist ungewiss, so Sänger Dorn in einem Interview. Überdies sieht er APOTHEOSIS OMEGA und HADER als zwei komplett voneinander unabhängige Bands. Gegründet wurde die Band 2014 und schon 2015 veröffentlichte man das Debütalbum „Vama Marga“.

„Vama Marga“ ist ein Konzeptalbum, welches die Gottwerdung des Menschen beschreibt. APOTHEOSIS OMEGA begleiten den Hörer von Malkuth bis Gamaliel und vertonten diesen initiatiorischen Pfad dezidiert und vielfältig zugleich. Die fünf Aachener spielen kalten Black Metal, der sich vordergründig auf dunkle Gitarrenmelodien sowie Dorns markanten Gesang konzentriert. Seine leicht kratzig und heiser klingende Stimme ist sehr präsent und sorgt gemeinsam mit den spielbetonten Gitarren für eine dunkle und kalte Atmosphäre, die sehr gut zur konzeptionellen Ausrichtung des Albums passt. Allerdings musste ich mich an Dorns Intonationen zunächst gewöhnen, da sie mir manchmal eine Spur zu pathetisch sind.

APOTHEOSIS OMEGA bewegen sich während der göttlichen Reise gerne langsam und mittelschnell voran, wobei immer wieder mal rasante Geschwindigkeitsausbrüche zu verbuchen sind. „Vama Marga“ ist sicherlich in gewisser Weise ein melodisches, da riffbetontes, sowie atmosphärisches Werk. Die Thematik der alten Götter und Dämonen gibt es her, doch APOTHEOSIS OMEGA übertreiben es nicht mit melodischen Zuspitzungen und verzichten weitgehend auf rituell-okkulte Einlassungen, was ich als extrem lobenswert erachte. Sie bewahren eine gesunde Mischung aus mystischer Stimmung, düsterer Harmonie und treibendem Black Metal. Mit dem Lied „Daimon“ endet das Album sehr stark und nachhaltig, ist es meinem Empfinden nach zu urteilen das beste Lied. Es wird durch eine hervorragende, sofort im Ohr kleben bleibende, prägnante Gitarrenmelodie bestimmt, die stark an den skandinavischen Black Metal erinnert. „Daimon“ ist ein atmosphärisch sehr dichtes Lied, welches geschickt Kälte, Härte und tragende Momente verbindet.

APOTHEOSIS OMEGA scheinen sich auf einem guten Weg zu befinden, jedenfalls stellt „Vama Marga“ ein mehr als anständiges sowie vielversprechendes Album dar. Ich persönlich wünsche mir für die Zukunft von APOTHEOSIS OMEGA, dass die Aachener der Versuchung wiederstehen, tiefer in melodische und atmosphärische Gefilde vorzudringen. Sie sollten sich in jedem Fall Härte sowie die Bereitschaft für Kompromiss- und Hässlichkeit bewahren.

Apotheosis Omega – Vama Marga
CD | Godeater Records
2015 | Black Metal

1. Intro
2. Belial
3. Xeper
4. Thantifaxath
5. Lepac Lilith
6. Daimon

https://www.facebook.com/ApotheosisOmega/ | https://apotheosisomega.bandcamp.com/releases
https://www.facebook.com/GodEaterRec/

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