Ancestors Blood – Hyperborea

Ancestors Blood - Hyperborea

Ancestors Blood - HyperboreaBei meinem ersten Mal mit ANCESTORS BLOOD konnten mich die Finnen wahrlich umhauen. Die 2009er EP „When The Forest Call“ war in Sachen Pagan Black Metal genau mein Ding. Doch vier Jahre später, auf dem zweiten Album „A Moment Of Clarity“, enttäuschten sie mich. Nun ist gerade das dritte Album erschienen und ich war sehr gespannt darauf zu sehen, ob mich ANCESTORS BLOOD versöhnen können. Der Vorgänger langweilte mich vor allem. Der neuerliche tiefe und ruhige Gesang in der Kombination mit Keyboarduntermalung war einfach nicht mein Ding. Nichts war von der einstigen epischen Anmut geblieben.

Auf „Hyperborea“ machen ANCESTORS BLOOD einen Schritt zurück. Sie sind zwar teilweise überaus atmosphärisch und melodisch, doch der Gesang ist nun wieder etwas aufdringlicher, da energischer und garstiger. Aber auch der Klang ist nicht mehr so dumpf und rau, was der monumentalen und epischen Atmosphäre dienlich ist. Sie ist zwar nicht so ausgeprägt wie auf „When The Forest Call“, doch wesentlich ansprechender als noch auf „A Moment Of Clarity“.

Das Keyboard ist nicht das einzige Instrument mit dem ANCESTORS BLOOD Harmonien erzeugen. Auch an den Saiteninstrumenten gibt es melodische Einlassungen, die sich nicht nur in Akkorden äußern sondern auch durch das eine und andere Soli Bahn brechen. Auch wenn sich ANCESTORS BLOOD gegenüber dem Vorgänger steigerten, ist es immer noch stark atmosphärisch aufgeladener Pagan Black Metal mit permanenter Keyboardbegleitung. Das Antlitz wandelt sich erst in der zweiten Hälfte, die durch das instrumentale Titellied eingeläutet wird. Hernach agieren ANCESTORS BLOOD streckenweise flotter, was sofort für eine grimmigere und kältere Stimmung sorgt. Doch das sind nur vorübergehende Ausreißer die das atmosphärische und ‚epische‘ Antlitz von „Hyperborea“ nicht ankratzen.

„Hyperborea“ ist besser als sein Vorgänger, insofern haben ANCESTORS BLOOD einiges richtig gemacht. An die großartige EP „When The Forest Call“ reicht das neue Album aber nicht heran. Der Zug ist für mich wohl endgültig abgefahren. Dennoch: Für Freunde des Genres und epischer Hymnen nicht uninteressant.

Ancestors Blood – Hyperborea
CD / Digital | Naturmacht Productions
09.01.2016 | Pagan Black Metal

1. Descension
2. The Way Of The Spirits
3. Autumn (Metsäpirtti Part II)
4. Elegies
5. Hyperborea
6. Rites of Passage
7. Funeral Rite
8. Ascension

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