Anael – From Arcane Fires | 2008| Paragon Records | CD | Black Metal

Nach dem stark an Samaels Frühwerke erinnernden Debütalbum Necromantic rituals, und dem kraftvollen wie riffbetonten, an neue Zemial erinnernden Zweitling On wings of mercury, folgt nun mit From arcane fires der dritte Streich. Das neue Album der stets okkult orientierten Gruppe Anael klingt wieder ganz anders. From arcane fires vereint quasi die Rohheit vom Debüt mit der Melodik vom zweiten Album. Herausgekommen ist dabei ein sehr eigenständiges und vom Anfang bis Ende packendes Album.

Mit einer Spielzeit von über 61 Minuten ist das Album nicht gerade kurz geraten, doch Anael nutzt die Zeitspanne geschickt, indem abwechslungsreich gestrickte Lieder durch das Werk geleiten. Die Länge der einzelnen Lieder bewegt sich dabei zwischen fünf und zwölf Minuten, wobei man sich gerade in den längeren Stücken ausführlich Zeit nimmt, um den Hörer mit subtilen, atmosphärischen Parts zu berauschen. Das Schöne an dem Album ist nämlich, dass es zur keinem Zeitpunkt zu melodisch oder atmosphärisch wirkt. Anael spielt stets bedacht und subtil, was schlussendlich natürlich auch die mystische Ausstrahlung der Lieder und Passagen unterstreicht. Essentiell dafür ist das sehr gute Gitarrenspiel, welches immer wieder sehr gute Riffs und Melodien offenbart, die einerseits so offensichtlich sind wie auf On wings of mercury, aber auch sehr versteckt und unauffällig platziert und gestaltet wurden. Die atmosphärischen Strukturen sind zwar insgesamt betrachtet das dominierende Element, doch gibt es selbstverständlich auch harte und teils sehr kraftvoll arrangierte Parts, die einen dann regelrecht wach rütteln.

Anael hat mit dem dritten Album From arcane fires ein weiteres Mal ein überaus gelungenes und ansprechendes Werk erschaffen. Es ist das bisher eigenständigste Werk, welches mir auch am besten gefällt. Obwohl es atmosphärisch ist, ist es weniger melodisch als der Vorgänger. Es wirkt nicht so „verspielt“, besitzt stattdessen mehr Dunkelheit und ist auch in den kraftvollen und harten Parts energisch und packend.

7,5/10
Aceust

01. Devil’s tongues
02. She is ever a moon
03. Down winding stairs
04. Blood and honey
05. Song of the moth
06. All souls night
07. Mûspilli

http://www.anael.de/

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