Alghazanth – Wreath Of Thevetat | 2008 | Woodcut Records | CD | Black Metal

Vier Jahre nach dem letzten Album The polarity axiom gibt es nun mit Wreath of Thevetat einen Nachschlag für die Fraktion des Symphonic Black Metals. Konnte ich Alghazanth vor vier Jahren noch dafür loben, das symphonische Spektrum etwas heruntergefahren und im Gegenzug mehr Härte eingebracht zu haben, so kann ich dies im Falle von Wreath of Thevetat nicht wiederholen. Das fünfte Album steht voll und ganz im Zeichen der wuchtigen und harmonischen Klangmalereien. Nahezu permanent ist das Keyboard atmosphärisch im Hintergrund stehend zu hören. Zwar kann man nicht behaupten, das Keyboardspiel wäre exorbitant präsent und aufdringlich in seiner Eigenschaft als melodisches Mittel, da die Harmonien zumeist dezent sind, doch ist es eben fast immer da. Ein Umstand der mir missfällt.

Ungeachtet dessen ist Wreath of Thevetat ein vielschichtiges Album das alle Tempi abdeckt. Neben vielen mittelschnellen Passagen sind auch zahlreiche schnelle und treibende Parts zu hören, die zum Teil auch eine gewisse Brutalität in sich bergen, doch sind diese Augenblicke der Härte klar in der Unterzahl. Denn bevor die Härte beginnen könnte zu wirken, setzt entweder das Keyboard ein oder es wird einfach der Rhythmus geändert, mit Vorliebe verlangsamt. Sicherlich, Alghazanth versteht sein Handwerk. Sowohl an den Saiteninstrumenten als auch am Schlagzeug ist spielerische Qualität vorhanden. Die Musiker beherrschen ihre Instrumente, was man am vielschichtigen und eben melodiebetonten Spiel heraushört. Teilweise, dies muss ich zugeben, weiß auch mir das symphonische Spiel zu gefallen, denn manchmal kreiert Alghazanth dunkle und bedrohliche Harmonien mit einer mystischen Atmosphäre. Doch insgesamt wirkt das Ganze mehr bombastisch als düster.

Wer Symphonic Black Metal mag, der wird aller Wahrscheinlichkeit nach viel Freude mit Wreath of Thevetat haben. Mein Fall war es noch nie und wird es auch nie sein, von daher kann ich in Anerkennung der guten spielerischen Leistung auch nur sechs Punkte vergeben.

6/10
Aceust

01. Moving mountains
02. The kings to come
03. The phosphorescent
04. On blackening soil
05. Rain of stars
06. Twice-born
07. Future made flesh
08. As nothing consumes everything

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