Aguynguerran – Perverting The Nazarane Cult | 2008 | Shiver Records | CD | Black Metal

Nach zwei Demovorstellungen aus den Jahren 2000 und 2003 gibt es mit Perverting the nazarene cult das Debütalbum von Aguynguerran. Mit von der Partie ist Nguaroth von den bekannten Landsmännern von Enthroned. Und ähnlich wie Enthroned, spielt Aguynguerran schnellen, antreibenden und Gitarrenbetonten Black Metal.

Nach dem Einklang beginnt das Titelstück des Albums in einem schnellen aber durch zahlreiche Wechsel angereicherten Rhythmus. Obgleich der eine oder andere Part rigoros schnell, hart und druckvoll ist kann man nicht von einer Geradlinigkeit sprechen. Die bereits erwähnten Wechsel sind häufig und so sind neben den Brachialparts auch eine Menge an mittelschnellen Passagen zu hören, in denen das Gitarrenspiel melodisch und riffbetont von statten geht. In der Schlussminute ist dann auch ein anständiges, harmonisches Soli zu hören.

Gleichfalls vom Wechsel zwischen hämmernder Schnelligkeit und melodischen Gitarrenparts bestimmt ist das nachfolgende Deathstab, auf das dann Christreign annihilation folgt. Dieses ist phasenweise extrem schnell und der harsche und eindringliche Gesang Nguaroths trägt zu einer heftigen Atmosphäre bei, wie man sie auch von Enthroned her bestens kennt. Das Spiel des Schlagzeugs in Christreign annihilation ist ebenfalls hörenswert, da enorm vielschichtig und technisch anspruchsvoll. Ähnlich schnelle und heftige Schübe enthält auch Epitome of your god. Darüber hinaus sind aber auch gemächlichere Parts mit gutem und harmonischem Gitarrenspiel und ein Soli zu hören.

Diese Vielschichtigkeit durchzieht das gesamte Album. Insgesamt ist es ein flottes und schnelles Werk, mit zum Teil extrem schnell und brachial gespielten Parts. Aber auch die harmonische Komponente kommt nicht zu kurz, da die Gitarren neben den eingestreuten Soli oft genug einen leicht melodischen Kontrast zur bissigen Schnelligkeit darstellen. Dies fügt sich gut und flüssig zusammen, da Aguynguerran es mit den Gitarrenmelodien nicht übertreibt und diese sehr gut mit der Schnelligkeit harmonieren.

Als interessante Dreingabe gibt es dann zum Abschluss das von Nifelheim nachgespielte The final slaughter. Aguynguerran ist es gut gelungen das Stück nachzuspielen. Nguaroth kommt dem Gesang Nifelheims nahe und auch die Gitarren schaffen es teilweise, die Nifelheim-Atmosphäre einzufangen und wiederzugeben. Allerdings, und das ist ja klar, klingt die nachgespielte Version bei weitem nicht so heftig und extrem wie das Original.

Perverting the nazarene cult ist ein grundsolides Album ohne erkennbare Schwächen. Es enthält bissige Schnelligkeit, gute Melodien und ein gesundes Maß an Abwechslung.

7/10
Aceust

01. Anathema maranatha
02. Perverting the nazarene cult
03. Deathstab
04. Christreign annihilation
05. Nazarenus peritens
06. Epitome of your god
07. Mysterium tremendum et fascinas
08. Manifest
09. Assyria
10. Oath
11. Into ataraxis
12. The final slaughter (Nifelheim Cover)

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