Adustum – Searing Fires And Lucid Visions | 2011 | World Terror Committee| CD | Black Metal

ADUSTUM ist es gelungen mit dem Debütalbum Searing Fires And Lucid Visions ein Stück Black Metal zu machen, an dem sich die Geister scheiden werden. Die Einen werden es unglaublich langweilig finden, die Anderen gerade wegen der Beschränkung auf das Wesentliche lieben oder doch zumindest schätzen. Musikalisch geben die drei Belgier hier geradlinigen, schnörkellosen Black Metal zum Besten, der inhaltlich okkulte Themen behandelt. Ich gehöre zur Fraktion derjenigen, die das Album schätzen. Ich mag das Einfache und Direkte des Albums. ADUSTUM hatten offensichtlich niemals den Anspruch, hier musikalisch etwas Neues oder Großes machen zu wollen. Warum auch? Black Metal, wenn er ehrlich und einfach ist, kann so gut sein. Und genau hierin liegt für mich die Stärke des Materials. Searing Fires And Lucid Visions ist Black Metal, bestehend aus Gesang, Gitarre, Bass und Schlagwerk. Mehr gibt es nicht. ADUSTUM verzichten sogar weitgehend auf atmosphärische oder okkulte Ein- oder Überleitungen. Ich mag das. Die Riffs sind ansprechend, an einer Stelle gar an ABSU zu früheren Zeiten erinnernd, da sie leicht melodisch, aber stets auch flott und treibend sind. Das Spiel am Schlagwerk ist flott, oft sehr geradlinig, aber auch ein wenig, in gewissem Maße, abwechslungsreich. Im Großen und Ganzen ist es aber ein schnelles, geradliniges Album mit sehr überschaubaren Strukturen. Die Lieder sind lang und über weite Strecken arm an Veränderung, und wenn es Veränderung gibt, ist sie dezent, was meiner Meinung nach, atmosphärisch durchaus aussagekräftig ist.

Musikalisch ist Searing Fires And Lucid Visions für mich ein sehr stimmiges und authentisches Album, das von seiner bewussten geradlinigen und minimalistischen Auslegung lebt. Die Atmosphäre ist dunkel und bedrohlich, dank geschickt arrangierter atmosphärischer Schnipsel, die die rituelle und okkulte Thematik überaus dezent vermitteln. Für mich eine ansprechende und empfehlenswerte Scheibe, was sicherlich aber nicht jeder so sehen wird.

01. V.O.H.I.R. – Exvocatium Dæmonicus
02. Ravenous Copulation Upon Her Altar of Catamenia
03. The Eulogy of One Through Three Times Three
04. Psalm CLVI – The Rites of Lunar Blood

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